Sölden Riesenslalom Herren Wett Tipp
Der Sölden Riesenslalom Herren am Sonntag, 25. Oktober 2026, eröffnet auf dem Rettenbachferner den Weltcup-Winter der Männer – und erstmals seit Jahren reist Marco Odermatt nicht als Titelverteidiger im Riesentorlauf an. Die kleine Kristallkugel gehört Lucas Pinheiro Braathen, der im März in Hafjell mit seinem dritten RTL-Sieg in Serie an Odermatt vorbeizog. Ich schaue mir an, wer nach dem Sommer wirklich bereit ist, und habe meinen Tipp abseits der beiden Topfavoriten gefunden.
Sölden Riesenslalom Herren: Zwei Favoriten, viele offene Fragen
Die Quoten zeichnen ein klares Bild: Braathen und Odermatt stehen beide bei 3,25 auf den Sieg und bei 1,50 auf einen Stockerlplatz. Dahinter folgt mit deutlichem Abstand Loïc Meillard (8,00), danach das Trio McGrath, Schwarz und Brennsteiner (je 10,00). Für mich ist das eine faire Einschätzung, aber eine, die auf dem Vorjahr basiert – und genau dort sehe ich die Unsicherheit. Odermatt hat Ende August beim Krafttraining in Stans eine Muskelfaserzerrung erlitten, flog verspätet nach Chile und hat nach eigener Aussage rund eine Woche Schneetraining verloren. Am 28. September sprach er von einer „ziemlich gut ausgeheilten“ Verletzung, die er bei manchen Bewegungen noch spüre.
Braathen wiederum hat seinen Sommer bewusst geteilt: Im August stand in Ushuaia fast ausschließlich Techniktraining am Programm, danach wechselte er nach Valle Nevado, um am Super-G zu arbeiten. Das ist ein klares Signal Richtung Gesamtweltcup, kostet aber Riesentorlauf-Tage. Dazu kommt seine wechselhafte Sölden-Bilanz: 2020 gewann er hier sein erstes Weltcuprennen, 2024 wurde er bei seinem Comeback Vierter, 2025 schied er im ersten Durchgang aus. Bei einem Duo, das sich auf 3,25 die Waage hält, würde ich auf keinen der beiden einen Sieg-Tipp setzen. Mehr Wert sehe ich in den Duellwetten, wo die Form des Vorwinters und die Konstanz der Fahrer klarer durchschlagen.
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Ausgangslage: Braathen hat die Kugel, Odermatt die Sölden-Bilanz
Odermatt hat in Sölden dreimal gewonnen (2021, 2022, 2025), 2024 schied er im ersten Durchgang aus. Im Vorjahr setzte er sich bei Schneefall und verkürzten Läufen mit 0,24 Sekunden Vorsprung auf Marco Schwarz und 0,27 auf Atle Lie McGrath durch, Stefan Brennsteiner verpasste das Stockerl als Vierter um zwölf Hundertstel. Über die gesamte Saison 2025/26 war Odermatt mit drei RTL-Siegen (Sölden, Beaver Creek, Adelboden) zwar weiter der Mann der Höhepunkte, doch zwei Ausfälle im ersten Durchgang – in Copper Mountain und ausgerechnet im Finale von Hafjell – kosteten ihn die Kugel. Braathen gewann am Ende mit 547 Punkten vor Odermatt (495) und Meillard (486), dazu holte er Olympiagold im Riesentorlauf.
| # | Name | Nation | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1 | Lucas Pinheiro Braathen | BRA | 547 |
| 2 | Marco Odermatt | SUI | 495 |
| 3 | Loïc Meillard | SUI | 486 |
| 4 | Stefan Brennsteiner | AUT | 431 |
| 5 | Marco Schwarz | AUT | 339 |
| 6 | Atle Lie McGrath | NOR | 330 |
| 7 | Henrik Kristoffersen | NOR | 318 |
| 8 | Timon Haugan | NOR | 277 |
| 14 | Léo Anguenot | FRA | 172 |
Formcheck: die Favoriten im Überblick
Bei den Österreichern ist die Ausgangslage gut. Marco Schwarz hat sich vor wenigen Tagen entschieden, den Slalom zu streichen und sich auf Riesentorlauf und Super-G zu konzentrieren; nach vier Wochen Chile berichtet er von einer Vorbereitung ohne körperliche Probleme. Schwarz gewann im Vorwinter in Alta Badia und wurde in Sölden Zweiter. Brennsteiner holte in Copper Mountain seinen ersten Weltcupsieg, stand insgesamt dreimal auf dem RTL-Stockerl und beendete die Disziplinwertung als Vierter mit 431 Punkten – stark für einen Läufer, der Anfang Oktober 35 geworden ist.
Bei den Norwegern ist die Lage gemischter. McGrath war in den letzten beiden Jahren in Sölden jeweils Dritter und hat im Frühjahr die Slalom-Kugel geholt, im Riesentorlauf blieb er mit 330 Punkten aber Sechster. Henrik Kristoffersen (Siebter, 318 Punkte) startet erstmals auf Head-Material. Alexander Steen Olsen, Sölden-Sieger 2024, hat den gesamten letzten Winter wegen einer Knieoperation verpasst und steht erst seit Ende April wieder auf Schnee. Timon Haugan wurde mit 277 Punkten Achter der RTL-Wertung, plagte sich im Sommer mit dem Rücken, ging danach aber wie geplant ins Trainingslager nach Neuseeland. Meillard ist seit Ende Mai Vater, trainierte gut drei Wochen in Neuseeland – in Sölden kam er im Vorjahr aber nur auf Rang 13.
| Name | Nation | Letzte Saison | Form vor dem Rennen |
|---|---|---|---|
| Lucas Pinheiro Braathen | BRA | RS-Kugel (547 P.), Olympiagold RS, 3 RS-Siege in Serie | August Techniktraining in Ushuaia, danach Super-G-Block in Valle Nevado; Sölden-Sieger 2020, 2024 Vierter, 2025 im 1. Lauf out |
| Marco Odermatt | SUI | Gesamtweltcup (1.626 P.), RS-Zweiter (495), 3 RS-Siege inkl. Sölden | Muskelfaserzerrung Ende August, Chile verspätet; am 28.09. „ziemlich gut ausgeheilt“, rund eine Woche Schneetraining verpasst |
| Loïc Meillard | SUI | RS-Dritter (486), Siege Val d'Isère und Schladming, Olympia-Bronze RS | seit Ende Mai Vater, gut drei Wochen Neuseeland; Sölden 2025 nur 13. |
| Marco Schwarz | AUT | RS-Fünfter (339), Sieg Alta Badia, Sölden-Zweiter | streicht den Slalom, Fokus RTL/Super-G; vier Wochen Chile ohne körperliche Probleme |
| Stefan Brennsteiner | AUT | RS-Vierter (431), erster Weltcupsieg Copper Mountain | Sölden 2025 Vierter (+0,39 s), seit 3. Oktober 35 Jahre alt; keine Verletzung gemeldet |
| Atle Lie McGrath | NOR | Slalom-Kugel, Gesamtdritter, RS-Sechster (330) | in Sölden 2024 und 2025 jeweils Dritter; keine Verletzung gemeldet |
| Timon Haugan | NOR | RS-Achter (277), Vierter in Val d'Isère und Adelboden, Fünfter in Schladming und Hafjell; Sölden 2025 Rang 12, Copper Mountain DNF1 | Rückenprobleme im Sommer nach Krafttraining (sport1 30.07.), danach Trainingslager in Neuseeland; Rückenspritze bereits im Dezember 2025; keine neue Meldung |
| Léo Anguenot | FRA | RS-14. (172), Dritter in Adelboden, Siebter Copper Mountain, Sechster Kranjska Gora, Olympia-Sechster | Sölden 2025 im 1. Lauf ausgeschieden, Finale Hafjell im 2. Lauf out; keine Meldung zur Vorbereitung |
| Henrik Kristoffersen | NOR | RS-Siebter (318), Gesamtfünfter (821) | Materialwechsel zu Head vor der Saison; Sölden 2025 Siebter, 2024 Zweiter |
| Alexander Steen Olsen | NOR | ganze Saison verpasst (Knie-OP) | seit Ende April wieder auf Schnee; Sölden-Sieger 2024 |
Ausfälle & Teamlage
Offizielle verletzungsbedingte Absagen gibt es für den Herren-Riesentorlauf bisher nicht; die endgültigen Startlisten folgen nach der Mannschaftsführersitzung am Vorabend. Fehlen wird Alexis Pinturault, der im März 2026 seine Karriere beendet hat. Odermatt wird nach seiner Muskelfaserzerrung am Start erwartet, Steen Olsen steht nach seiner Knie-OP vor dem Comeback – beide mit Fragezeichen hinter der Rennhärte.
Für meinen Tipp entscheidend ist der Gesundheitszustand von Timon Haugan. Der Norweger hat im Juli selbst berichtet, dass ihm der Rücken nach zu eifrigem Krafttraining wieder Probleme bereitet hat, gleichzeitig aber betont, dass das keine Folgen für seine Vorbereitung habe. Schon im Dezember 2025 brauchte er vor Alta Badia eine Spritze in den Rücken. Danach folgte das Trainingslager in Neuseeland, aktuelle Meldungen über neue Beschwerden gibt es nicht. Bei Léo Anguenot liegt keine Verletzungsmeldung vor.
Statistik & die letzten Sieger
Die Zahlen aus dem Vorwinter sprechen in meinem Duell klar für Haugan. Er kam in der Disziplinwertung mit 277 Punkten auf Rang acht, Anguenot nur auf Rang 14 mit 172 Punkten. In den neun Weltcup-Riesentorläufen des Vorwinters lag Haugan sechsmal vor dem Franzosen. Haugan fuhr in Val d’Isère und Adelboden auf Platz vier, in Schladming auf Rang fünf und im Finale von Hafjell erneut auf Rang fünf. Anguenot hatte mit Platz drei in Adelboden zwar einen starken Ausreißer nach oben, schied aber in Sölden im ersten und in Hafjell im zweiten Durchgang aus und kam ansonsten oft nur auf einstellige Punktezahlen, etwa drei Punkte in Alta Badia oder acht in Schladming. Haugan dagegen holte in Sölden 2025 als Zwölfter 22 Punkte – kein Glanzresultat, aber ein Ergebnis, das im Duell bereits gereicht hätte. Ehrlicherweise: Auch Haugan schied einmal aus, in Copper Mountain im ersten Durchgang, und bei Olympia war Anguenot als Sechster vor ihm.
| Saison | Sieg | 2. | 3. |
|---|---|---|---|
| 2025/26 | Marco Odermatt | Marco Schwarz | Atle Lie McGrath |
| 2024/25 | Alexander Steen Olsen | Henrik Kristoffersen | Atle Lie McGrath |
| 2023/24 | abgesagt (Wind) | – | – |
| 2022/23 | Marco Odermatt | Žan Kranjec | Henrik Kristoffersen |
| 2021/22 | Marco Odermatt | Roland Leitinger | Žan Kranjec |
Strecke & Startzeiten
Der Rettenbachferner ist ein Sonderfall im Kalender: Start auf über 3.000 Metern, ein langer, steiler Mittelteil und ein flacheres Finish, in dem man den Schwung aus dem Steilhang mitnehmen muss. Gerade am ersten Renntag der Saison entscheiden Höhenluft und Gletscherschnee oft mehr als die Form, die man aus dem Training mitbringt. Trotz des warmen Sommers sind die Schneedepots gut gefüllt, die Piste wird seit Wochen mit Depotschnee präpariert, und die Veranstalter sehen nur das Wetter als echten Störfaktor. Die offizielle Schneekontrolle ist für den 15. Oktober angesetzt. Wie launisch Sölden sein kann, zeigt 2023: Damals wurde das Herrenrennen mitten im ersten Durchgang nach 47 Startern wegen Sturms abgebrochen und abgesagt.
Quoten & Anbieter
Im Sieg-Markt stehen Braathen und Odermatt bei 3,25, Meillard bei 8,00, McGrath, Schwarz und Brennsteiner bei 10,00. Für einen Platz unter den ersten drei gibt es bei Braathen und Odermatt jeweils 1,50, bei Meillard 2,75 und bei McGrath, Schwarz und Brennsteiner jeweils 3,25. Die Duelle sind enger gerechnet: Schwarz gegen Vinatzer (1,444) und Meillard gegen Kristoffersen (1,571) liegen unter meiner Schmerzgrenze, Braathen gegen Odermatt wird mit 1,833 zu 1,833 als echte Münzwurf-Paarung geführt. Haugan gegen Anguenot steht bei 1,727 zu 2,00 – und hier finde ich den Markt etwas zu vorsichtig mit dem Norweger.
| # | Name | Nation | Sieg | Top 3 |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Lucas Pinheiro Braathen | BRA | 3,25 | 1,50 |
| 2 | Marco Odermatt | SUI | 3,25 | 1,50 |
| 3 | Loïc Meillard | SUI | 8,00 | 2,75 |
| 4 | Atle Lie McGrath | NOR | 10,00 | 3,25 |
| 5 | Marco Schwarz | AUT | 10,00 | 3,25 |
| 6 | Stefan Brennsteiner | AUT | 10,00 | 3,25 |
| 7 | Henrik Kristoffersen | NOR | 15,00 | 5,00 |
| 8 | Alexander Steen Olsen | NOR | 17,00 | 6,00 |
| 9 | Timon Haugan | NOR | 34,00 | 11,00 |
| 10 | Léo Anguenot | FRA | 34,00 | 11,00 |
| 11 | Thomas Tumler | SUI | 34,00 | 11,00 |
| 12 | Alex Vinatzer | ITA | 41,00 | 13,00 |
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Mein Tipp: Haugan vor Anguenot zur Quote 1,727
Mein Tipp: Timon Haugan schlägt Léo Anguenot im direkten Duell, Quote 1,727. Haugan war im Vorwinter der deutlich konstantere Riesentorläufer, hat Sölden 2025 im Gegensatz zu Anguenot ins Ziel gebracht und in der Endwertung sechs Plätze vor dem Franzosen gelegen. Das Rückenthema ist das Restrisiko, das ich mit Konfidenz drei von fünf einpreise. Gewertet wird die bessere Platzierung laut offizieller FIS-Ergebnisliste; scheidet einer aus und der andere kommt ins Ziel, gewinnt der Klassierte. Für das Podest erwarte ich Braathen vor Odermatt und Schwarz.
Das spricht für den Tipp
- Haugan beendete die RTL-Wertung 2025/26 als Achter (277 Punkte), Anguenot nur als 14. (172).
- Haugan fuhr viermal in die Top fünf (Val d’Isère, Adelboden, Schladming, Hafjell).
- Anguenot schied in Sölden 2025 im ersten Durchgang aus, Haugan wurde Zwölfter.
- In neun Weltcup-Riesentorläufen des Vorwinters lag Haugan sechsmal vor Anguenot.
- Nach dem Rückenproblem im Sommer ging Haugan wie geplant ins Trainingslager nach Neuseeland.
Das spricht dagegen
- Haugans Rücken bleibt ein Unsicherheitsfaktor, wie schon in früheren Wintern.
- Anguenot hat mit Rang drei in Adelboden gezeigt, dass er an guten Tagen vorne mitfährt.
- Auch Haugan schied im Vorwinter einmal im ersten Durchgang aus (Copper Mountain).
- Der erste Renntag ist oft schwer zu lesen – Trainingsform kann täuschen.
- Wetter auf dem Gletscher kann die Startnummern-Reihenfolge stark beeinflussen.
Podest-Tipp: Haugan klassiert sich vor Anguenot; am Stockerl erwarte ich Braathen vor Odermatt und Schwarz.
FAQ zu Sölden Riesenslalom Herren
Wann startet der Sölden Riesenslalom Herren?
Der Herren-Riesentorlauf in Sölden findet am Sonntag, 25. Oktober 2026, statt. Der erste Durchgang beginnt um 10:00 Uhr, der zweite um 13:00 Uhr. Achtung: In der Nacht davor endet die Sommerzeit, alle Zeiten gelten bereits in MEZ. Live zu sehen ist das Rennen in Österreich auf ORF 1, in Deutschland im Ersten (1. Durchgang ab 9:55 Uhr, 2. Durchgang ab 12:45 Uhr).
Wer gewann zuletzt in Sölden?
2025 gewann Marco Odermatt vor Marco Schwarz und Atle Lie McGrath. 2024 siegte Alexander Steen Olsen, 2023 wurde das Rennen wegen Sturms abgesagt. Odermatt hat in Sölden insgesamt dreimal gewonnen (2021, 2022, 2025).
Ist Marco Odermatt nach seiner Verletzung fit?
Odermatt zog sich Ende August eine Muskelfaserzerrung zu und verpasste rund eine Woche Schneetraining. Ende September sprach er von einer ziemlich gut ausgeheilten Verletzung, die er nur noch bei manchen Bewegungen spüre. Ein Start in Sölden ist geplant.
Wer hat die Riesenslalom-Kugel 2025/26 gewonnen?
Lucas Pinheiro Braathen holte die kleine Kristallkugel mit 547 Punkten vor Marco Odermatt (495) und Loïc Meillard (486). Er entschied die Wertung erst im Finale von Hafjell, wo Odermatt im ersten Durchgang ausschied.
Was ist mein Tipp für den Sölden Riesenslalom Herren?
Ich setze im Duell auf Timon Haugan gegen Léo Anguenot zur Quote 1,727. Haugan war im Vorwinter der konstantere Riesentorläufer und kam in Sölden 2025 ins Ziel, Anguenot schied dort im ersten Durchgang aus.
Fazit
Beim Sölden Riesenslalom Herren halte ich mich vom Münzwurf Braathen gegen Odermatt fern. Beide bringen nach dem Sommer Fragezeichen mit – Odermatt eine Muskelverletzung, Braathen einen Trainingsschwerpunkt im Super-G. Deutlich klarer ist für mich das Duell Timon Haugan gegen Léo Anguenot: Der Norweger war im Vorwinter konstanter, sechs Plätze besser in der Endwertung und hat Sölden 2025 im Gegensatz zum Franzosen ins Ziel gebracht. Zur Quote 1,727 spiele ich Haugan.











