Silberne Band der Ruhr Wett Tipp
Das Silberne Band der Ruhr ist am Samstag um 13:03 Uhr in seiner 83. Auflage das Hauptrennen auf der Galopprennbahn Mülheim-Raffelberg – und über 3.300 Meter das längste Flachrennen, das der deutsche Galopp zu bieten hat. Zehn Steher gehen im Listenrennen um 33.000 Euro an den Start, angeführt von der Französin Highara, die mit ihrem zweiten Platz im Steher Cup von Baden-Baden die stärkste Visitenkarte mitbringt. Ich setze im Duell auf Amico gegen Bonnie Moon: Der Grewe-Wallach kommt mit einem frischen Sieg, die Gaststute aus Frankreich mit einem verpatzten Comeback.
Silberne Band der Ruhr 2026: Was die Quoten über das Steherrennen sagen
Die Siegquoten zeichnen ein klares Bild an der Spitze und ein dichtes Gedränge dahinter. Highara steht mit 3,50 allein vorn, danach folgen sechs Pferde zwischen 7,00 und 7,50: Amico, Bonnie Moon, Narrativo, Techno Beat und Anno Solero. Erst ab Waldnebel (10,00) und Almenkönig (12,00) wird es offener, Earl of Lips (16,00) und die dreijährige Grande Gioia (26,00) laufen als Außenseiter.
Für mich ist das ein typisches Steherrennen mit vielen Fragezeichen: Nur wenige Pferde im Feld haben die 3.300 Meter oder Vergleichbares überhaupt schon gelaufen. Highara (2.800 und 3.000 Meter), Narrativo, Techno Beat (je 3.200 Meter), Almenkönig (Dritter im Vorjahr) und Bonnie Moon (3.286 Meter in Irland) bringen den Nachweis mit. Amico betritt Neuland – die Frage ist, ob seine aktuelle Form die fehlende Erfahrung ausgleicht.
Genau deshalb meide ich die Siegwette. Highara zu 3,50 ist sportlich verdient, aber bei zehn Startern auf weichem Boden über diese Distanz zu knapp bezahlt. Im Head-to-Head zwischen Amico und Bonnie Moon zahlen beide Seiten 1,83 – und hier sehe ich einen klaren Formvorteil auf einer Seite.

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Ausgangslage: Partnun fehlt, das Feld ist offen
Das Silberne Band ist das Aushängeschild des Rennclubs Mülheim. Seit 1930 wird es über Distanzen zwischen 3.000 und 4.000 Metern auf dem Raffelberg gelaufen, nur 1943 wich man nach Köln aus. Seit 2024 hat das Rennen den Status eines Listenrennens über 3.300 Meter, die Dotierung steigt in diesem Jahr von 25.000 auf 33.000 Euro. Rekordtrainer ist Bruno Schütz mit zehn Siegen, Rekordjockey Lutz Mäder mit fünf.
Die Doppelsiegerin Partnun, 2024 mit zehn Längen Vorsprung und 2025 knapp mit Kampf vor Alpina Express erfolgreich, ist diesmal nicht dabei. Damit fehlt dem Feld die Pferd gewordene Bahnerfahrung – übrig bleibt Almenkönig, der im Vorjahr auf schwerem Boden Dritter war. Bei der Vorstarterangabe standen noch elf Pferde im Rennen, am Ende sind es zehn.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Rennen | rp-Gruppe – 83. Silbernes Band der Ruhr |
| Kategorie | Listenrennen (3-jährige und ältere Pferde) |
| Distanz | 3.300 m |
| Geläuf | Gras, Rechtskurs |
| Boden | weich |
| Preisgeld | 33.000 € |
| Starter | 10 |
| Startzeit | 13:03 Uhr |
Formcheck: die Favoriten im Überblick
Amico ist das Formpferd des Feldes. Am 6. September gewann der vierjährige Camelot-Sohn unter Thore Hammer-Hansen den Stadt Baden-Baden Cup (Ausgleich I, 2.400 Meter) mit Kopf vor dem Favoriten Why Limit, vier Wochen zuvor war er in Krefeld Dritter. Henk Grewe hat den Wallach nach einem Jahr bei Sarah Steinberg zurück im Stall und betont, dass Amico in der Arbeit mehr zeigt als im Rennen. Hammer-Hansen sitzt zum dritten Mal in Folge im Sattel und sagt, er habe den Schlüssel zu dem cleveren Pferd gefunden.
Bonnie Moon hat auf dem Papier mehr Klasse: In Irland wurde die Stute im November 2025 Dritte der Loughbrown Stakes (Gruppe III) über 3.286 Meter am Curragh, davor Zweite in einem Listenrennen in Galway und Vierte in Naas. Nach gut zehn Monaten Pause landete sie bei ihrem Comeback am 18. September in Saint-Cloud aber nur auf Rang sechs – im Sechserfeld war das der letzte Platz.
Highara überzeugt als Steherin: Zweite im Steher Cup von Baden-Baden (2.800 Meter) am 29. August, Dritte über 3.000 Meter in Le Lion d’Angers, im April Siegerin des Prix du Grand Pont in Longchamp. Narrativo lief im Steher Cup hinter ihr als Fünfter ein und wurde zuletzt Siebter im St. Leger in Dortmund. Im Frühjahr war er in Hoppegarten zweimal Zweiter, unter anderem im Oleander-Rennen über 3.200 Meter vor Techno Beat.
Almenkönig kommt aus einer stabilen Handicap-Serie (2., 2., 3.) und wurde am 5. September in Baden-Baden Dritter – direkt hinter Earl of Lips, der im Juli in Hoppegarten gewann. Anno Solero hat sich in Frankreich in Gruppe- und Listenrennen über 3.000 Meter versucht (Sechster und Fünfter), Techno Beat fehlt seit dem achten Platz im Steher Cup von Hannover am 12. Juni.
| Pferd | Jockey | Trainer | Letzte Starts | Einschätzung |
|---|---|---|---|---|
| Highara | Benjamin Marie | Philippe Decouz | 2. Steher Cup Baden-Baden (2.800 m), 3. Le Lion d’Angers (3.000 m), 1. Prix du Grand Pont | Französischer Gast, beste Steherform des Feldes, im Steher Cup vor Narrativo |
| Amico | Thore Hammer-Hansen | Henk Grewe | 1. Stadt Baden-Baden Cup (2.400 m), 3. Krefeld (2.350 m), 5. Hamburg | Formpferd mit Luft nach oben, erstmals über die Steherdistanz |
| Bonnie Moon | Rene Piechulek | Stephane Wattel | 6. Saint-Cloud (2.400 m, Comeback), 3. Gr. III Loughbrown Stakes (3.286 m), 4. Listenrennen Naas | Distanz belegt, aber Rückkehrerin nach gut zehn Monaten Pause mit schwachem Aufgalopp |
| Narrativo | Leon Wolff | Peter Schiergen | 7. St. Leger Dortmund, 5. Steher Cup Baden-Baden, 3. Großer Preis der BBF Gruppe | Höchstes GAG (93), Topgewicht 59 kg, erstmals mit australischen Scheuklappen |
| Almenkönig | Sibylle Vogt | Andreas Wöhler | 3. Baden-Baden (2.400 m), 2. Hamburg (3.200 m), 2. Düsseldorf (2.900 m) | Vorjahresdritter, kennt Bahn und Distanz, Vogt gewann das Rennen dreimal |
| Techno Beat | Eduardo Pedroza | Andreas Wöhler | 8. Steher Cup Hannover, 3. Oleander-Rennen Hoppegarten (3.200 m), 5. Altano-Rennen | Steherin, aber seit Juni ohne Start |
| Earl of Lips | Bauyrzhan Murzabayev | Eva Fabianova | 2. Baden-Baden (2.400 m), 1. Hoppegarten (2.400 m), 7. Düsseldorf (2.900 m) | Konstant, schlug Almenkönig am 5. September, Distanz aber offen |
Nichtstarter, Jockeys & Ställe
Das endgültige Starterfeld steht, Nichtstarter sind für das Rennen nicht gemeldet. Campeona aus dem Stall von Sir Mark Prescott stand noch in der Vorstarterangabe, ist aber nicht mehr dabei – ein offizieller Grund wurde nicht genannt. Narrativo trägt erstmals australische Scheuklappen, auch Amico und Highara laufen mit dieser Ausrüstung.
Die Gewichte folgen den Grundbedingungen: Narrativo und Waldnebel tragen als Topgewichte 59 Kilo, Amico, Almenkönig und Earl of Lips 58 Kilo, Bonnie Moon und Techno Beat 57,5 Kilo. Die Dreijährigen Anno Solero (54 Kilo) und Grande Gioia (52,5 Kilo) bekommen deutliche Erleichterung. Amico startet aus Box 9, Bonnie Moon aus Box 3 – auf 3.300 Metern ist die Box allerdings kein entscheidender Faktor.
Statistik & Rennhistorie
Beim GAG liegt Narrativo mit 93 Kilo vorn, gefolgt von Waldnebel (91), Bonnie Moon und Techno Beat (je 89). Amico steht bei 86 Kilo, hat sein Rating aber gerade erst durch den Sieg in Baden-Baden verdient. Almenkönig ist mit 75 Kilo klar der niedrigst eingestufte Starter unter den Älteren – er läuft hier deutlich über seinem Handicap-Niveau.
Sibylle Vogt hat das Silberne Band dreimal gewonnen: 2019 mit The Tiger, 2020 mit New Harzburg und 2023 mit Drawn to Dream für Peter Schiergen. Schiergen selbst schickt diesmal Narrativo, Vogt reitet Almenkönig. Die Siegquote der Vorjahressiegerin Partnun lag 2025 bei 2,5 – 2024 hatte sie dagegen zur Überraschungsquote von 14,0 gewonnen. Favoritensiege sind in diesem Rennen also keine Selbstverständlichkeit.
| Jahr | Sieger | 2. | 3. |
|---|---|---|---|
| 2025 | Partnun (Michal Abik / Waldemar Hickst) | Alpina Express | Almenkönig |
| 2024 | Partnun (Michal Abik / Waldemar Hickst) | Sainte Marie | Goin |
| 2023 | Drawn to Dream (Sibylle Vogt / Peter Schiergen) | Aff un zo | Plümo |
Rennbahn, Distanz & Startzeit
Die Galopprennbahn auf dem Raffelberg ist eine Rechtskurs-Grasbahn mit rund 125 Jahren Tradition. Die Bodenmessungen am Donnerstag und Freitag ergaben jeweils „weich“, für Samstagmittag sind Schauer bei 12 bis 14 Grad und Südwestwind angesagt. Damit wird aus den 3.300 Metern eine echte Konditionsprüfung – 2025 brauchte Partnun auf schwerem Boden 3:52,38 Minuten.
Quoten & Anbieter
Im Head-to-Head „Wer ist besser“ stehen zwei Paare zur Auswahl: Amico gegen Bonnie Moon und Techno Beat gegen Anno Solero, jeweils mit 1,83 auf beiden Seiten. Der Markt sieht beide Duelle also als offen an. Bei Techno Beat gegen Anno Solero sehe ich das genauso – die Stute hat die bessere Steherform, der Dreijährige lief zuletzt am 3. September und trägt 3,5 Kilo weniger.
Bei Amico gegen Bonnie Moon dagegen spricht die aktuelle Form klar für den Wallach. Amico hat zuletzt gewonnen und war davor Dritter, Bonnie Moon kam beim Comeback als Letzte ins Ziel. Die gleiche Quote auf beiden Seiten preist die Distanzfrage bei Amico stark ein, die Rückkehrerin-Frage bei Bonnie Moon dagegen kaum.
| Nr. | Pferd | Box | Jockey | Trainer | Gewicht | Form | Quote |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Narrativo | 4 | Leon Wolff | Peter Schiergen | 59,0 kg | 7-5-3-3-2-2 | 7,50 |
| 2 | Waldnebel | 10 | Alexander Pietsch | Sascha Smrczek | 59,0 kg | 8-6-2-3-7-4 | 10,00 |
| 3 | Almenkönig | 2 | Sibylle Vogt | Andreas Wöhler | 58,0 kg | 3-2-2-6-3-2 | 12,00 |
| 4 | Amico | 9 | Thore Hammer-Hansen | Henk Grewe | 58,0 kg | 1-3-5-6-2-13 | 7,00 |
| 5 | Earl of Lips | 1 | Bauyrzhan Murzabayev | Eva Fabianova | 58,0 kg | 2-1-7-1-2-3 | 16,00 |
| 6 | Bonnie Moon | 3 | Rene Piechulek | Stephane Wattel | 57,5 kg | 6-3-4-2-7-5 | 7,00 |
| 7 | Techno Beat | 5 | Eduardo Pedroza | Andreas Wöhler | 57,5 kg | 8-3-5-2-5-2 | 7,50 |
| 8 | Highara | 6 | Benjamin Marie | Philippe Decouz | 56,5 kg | 2-3-14-2-1-1 | 3,50 |
| 9 | Anno Solero | 7 | Andrea Ricupa | Carmen Bocskai | 54,0 kg | 6-5-3-4-4-1 | 7,50 |
| 10 | Grande Gioia | 8 | Michael Cadeddu | Jean-Pierre Carvalho | 52,5 kg | 1-4-4-5-11 | 26,00 |
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Mein Tipp: Amico vor Bonnie Moon zur Quote 1,83
Mein Tipp: Amico schlägt Bonnie Moon im Head-to-Head zur Quote 1,83. Amico kommt in Topform, mit seinem Stammjockey und einem Trainer, der ihm noch Reserven zutraut. Der Camelot-Sohn hat das Stehervermögen im Pedigree, und auf weichem Boden zählt vor allem die Fitness. Bonnie Moon hat die bessere Steherform aus dem Vorjahr, muss nach dem schwachen Aufgalopp aber erst beweisen, dass sie wieder die Alte ist.
Gewertet wird nach dem offiziellen Zieleinlauf: Es gewinnt das Pferd, das besser platziert ist. Kommt eines der beiden Pferde nicht ins Ziel, gewinnt das andere; tritt eines nicht an, wird die Wette erstattet. Meine Konfidenz liegt bei 3 von 5 – für eine Siegwette ist mir das Feld zu offen.
Das spricht für den Tipp
- Amico gewann am 6. September den Stadt Baden-Baden Cup und war davor Dritter in Krefeld
- Thore Hammer-Hansen reitet Amico zum dritten Mal in Folge und kennt seine Eigenheiten
- Bonnie Moon kam beim Comeback in Saint-Cloud als Letzte von sechs Pferden ins Ziel
- Als Camelot-Sohn bringt Amico Stehervermögen im Pedigree mit
- Henk Grewe sieht bei Amico noch Steigerungspotenzial
Das spricht dagegen
- Amico läuft zum ersten Mal über eine Distanz jenseits von 2.400 Metern
- Bonnie Moon war im November 2025 Dritte in einem Gruppe-III-Rennen über 3.286 Meter
- Mit GAG 89 ist Bonnie Moon auf dem Papier höher eingestuft als Amico (86)
- Der zweite Start nach einer langen Pause bringt bei Rückkehrern oft eine deutliche Steigerung
Einlauf-Tipp: Highara vor Amico und Narrativo – Amico im Duell vor Bonnie Moon.
FAQ zu Silberne Band der Ruhr
Wann startet das Silberne Band der Ruhr 2026?
Das 83. Silberne Band der Ruhr startet am Samstag, 10. Oktober 2026, um 13:03 Uhr als fünftes von sieben Rennen in Mülheim. Live zu sehen ist es im kostenlosen Livestream von Deutscher Galopp.
Wer ist Favorit im Silbernen Band der Ruhr?
Die Französin Highara führt den Markt mit einer Siegquote von 3,50 an. Dahinter folgen Amico und Bonnie Moon (je 7,00) sowie Narrativo, Techno Beat und Anno Solero (je 7,50).
Wie lang ist das Silberne Band der Ruhr?
Das Listenrennen führt über 3.300 Meter und ist damit das längste Flachrennen in Deutschland. Es ist mit 33.000 Euro dotiert und offen für dreijährige und ältere Pferde.
Wer hat das Silberne Band der Ruhr zuletzt gewonnen?
2024 und 2025 gewann Partnun unter Michal Abik für Trainer Waldemar Hickst, 2023 siegte Drawn to Dream mit Sibylle Vogt für Peter Schiergen. Partnun ist 2026 nicht am Start.
Wie lautet mein Tipp zum Silbernen Band der Ruhr?
Ich spiele das Head-to-Head Amico gegen Bonnie Moon mit Amico zur Quote 1,83. Als Einlauf erwarte ich Highara vor Amico und Narrativo.
Fazit
Das Silberne Band der Ruhr verlangt in diesem Jahr auf weichem Boden echte Steherqualitäten, und Highara bringt davon am meisten mit. Für meinen Tipp ist aber das Duell entscheidend: Amico kommt mit Sieg und Selbstvertrauen, Bonnie Moon mit einem Fragezeichen nach dem schwachen Comeback. Deshalb spiele ich Amico vor Bonnie Moon zur Quote 1,83.










