Jacob Fearnley vs Alexander Shevchenko Wett Tipp
Jacob Fearnley vs Alexander Shevchenko ist am Sonntag das Quali-Finale auf Court 1 der Kungliga tennishallen – wer gewinnt, steht im Hauptfeld der Stockholm Open. Beide haben ihren Auftakt am Samstag in weniger als einer Stunde erledigt, beide gaben nur zwei Spiele ab. Ich sehe den Briten trotzdem klar vorn und erkläre, warum ich nicht einfach auf den Sieg, sondern auf ein Games-Handicap setze.
Analyse: Fearnley ist Favorit, Shevchenko hat die schwächere Saison
Jacob Fearnley kommt als Nummer 90 der Welt und an Position vier gesetzt in diese Qualifikation, Alexander Shevchenko als Nummer 107 und an sieben gesetzt. Der Abstand von 17 Plätzen wirkt klein, die Saisonzahlen zeigen aber eine größere Lücke: Fearnley steht 2026 bei 37 Siegen und 27 Niederlagen, Shevchenko bei 32:38. Auf Hartplatz ist es noch deutlicher – 20:16 für den Briten, 12:15 für den Kasachen.
Spannend ist der Blick auf die Ebene, auf der Shevchenko seine Siege holt. Auf der ATP-Tour selbst steht er in diesem Jahr nur bei 11:16, von seinen letzten zehn Partien auf diesem Niveau hat er drei gewonnen. Sein Highlight war der Sieg gegen Ben Shelton in Miami, danach blieb vor allem das Finale beim Challenger in Bratislava im Juni hängen. Fearnley dagegen hat im Herbst wieder Tour-Matches gewonnen: in Brüssel gegen Hugo Gaston 6:3, 6:0 und in der Wiener Qualifikation gegen Pablo Carreño Busta und Lorenzo Sonego. Ehrlicherweise gehört dazu: Auch Fearnley hat auf Tour-Ebene 2026 mehr Matches verloren als gewonnen (6:10, auf Hartplatz 5:7) – seinen Vorsprung in der Gesamtbilanz holt er vor allem aus den Challenger-Wochen und der starken Rasensaison.
Das große Fragezeichen liegt bei Fearnley selbst. In Wien gab er am 26. Oktober in der ersten Runde gegen Arthur Fery auf, ein offizieller Grund wurde nicht genannt. Es war nicht die erste Aufgabe des Jahres – auch in Miami und beim Challenger in Porto beendete er Matches vorzeitig. Das 6:0, 6:2 gegen Alexander Nagel in 45 Minuten am Samstag spricht allerdings klar dafür, dass er körperlich wieder bereit ist.

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Ausgangslage: Quali-Finale um den Platz im Hauptfeld
Die Stockholm Open sind ein ATP-250-Turnier in der Halle auf Hartplatz, das Hauptfeld umfasst 28 Spieler, die ersten Erstrundenmatches laufen bereits am Sonntagabend. Die vier Quali-Finals am Sonntag entscheiden, wer noch hineinrutscht. Die Absagewelle der vergangenen Tage – unter anderem Alejandro Davidovich Fokina, Valentin Vacherot und Matteo Berrettini haben zurückgezogen – erhöht zudem die Chance, dass sogar ein Verlierer als Lucky Loser nachrückt. Für Fearnley geht es um eine Wiederholung von 2024: Damals kam er in Stockholm ebenfalls durch die Qualifikation, schlug in Runde eins Corentin Moutet und verlor erst im Achtelfinale gegen Tallon Griekspoor 6:7, 3:6 – das Ende einer Serie von 13 Siegen am Stück.
| # | Team | Sp | S-U-N | Tore | Pkt |
|---|---|---|---|---|---|
| 90 | Jacob Fearnley | 64 | 37-0-27 | – | 671 |
| 107 | Alexander Shevchenko | 70 | 32-0-38 | – | 559 |
Form & direkter Vergleich
Fearnleys Oktober war ein Auf und Ab. Beim Challenger in Olbia marschierte er als Topgesetzter mit Siegen über Toby Loffhagen, Jan Kumstát, Martin Mrva und Luca Nardi ins Finale, das er gegen Damir Džumhur mit 6:7, 3:6 verlor. In Brüssel folgte das klare 6:3, 6:0 gegen Gaston und eine Niederlage gegen Clément Chidekh. In Wien überstand er die Qualifikation mit zwei Dreisatzsiegen – 6:4, 3:6, 6:3 gegen Carreño Busta und 6:1, 6:7, 6:4 gegen Sonego –, ehe die Aufgabe gegen Fery kam. Nach knapp zwei Wochen Pause wirkte er gegen Nagel frisch und konsequent.
Shevchenko reist dagegen mit einer schwachen Serie an. Beim Challenger in Bratislava verlor er am 2. November gleich zum Auftakt gegen Luka Pavlovic, in Almaty scheiterte er im Quali-Finale an Stefanos Sakellaridis, beim Challenger in Jinan war im Viertelfinale gegen Bellucci Schluss. Davor lagen Aus im Shanghai-Qualifying gegen Yoshihito Nishioka und das Viertelfinal-Aus bei den Asienspielen. Das 6:1, 6:1 gegen den Alternate Durasovic am Samstag war ein Pflichtsieg gegen einen deutlich schwächer eingestuften Gegner – mehr Aussagekraft hat es für mich nicht.
Jacob Fearnley · letzte 5
Alexander Shevchenko · letzte 5
| Datum | Wettbewerb | Gegner | Ergebnis | S/U/N |
|---|---|---|---|---|
| 07.11.2026 | Stockholm Quali R1 | Alexander Nagel (N) | 6:0, 6:2 | S |
| 26.10.2026 | Wien R1 | Arthur Fery (N) | Aufgabe | N |
| 25.10.2026 | Wien Quali R2 | Lorenzo Sonego (N) | 6:1, 6:7, 6:4 | S |
| 24.10.2026 | Wien Quali R1 | Pablo Carreño Busta (N) | 6:4, 3:6, 6:3 | S |
| 21.10.2026 | Brüssel R2 | Clément Chidekh (N) | verloren | N |
| Datum | Wettbewerb | Gegner | Ergebnis | S/U/N |
|---|---|---|---|---|
| 07.11.2026 | Stockholm Quali R1 | Durasovic (N) | 6:1, 6:1 | S |
| 02.11.2026 | Challenger Bratislava R1 | Luka Pavlovic (N) | verloren | N |
| 18.10.2026 | Almaty Quali R2 | Stefanos Sakellaridis (N) | verloren | N |
| 17.10.2026 | Almaty Quali R1 | Glinka (N) | gewonnen | S |
| 16.10.2026 | Challenger Jinan VF | Bellucci (N) | verloren | N |
Direkter Vergleich: Es ist das erste Pflichtspielduell beider Seiten – eine H2H-Bilanz gibt es nicht.
Verfassung & Spielstil
Bei Fearnley gibt es keine offizielle Verletzungsmeldung. Die Aufgabe in Wien gegen Fery bleibt ohne offiziell genannten Grund, und in dieser Saison hat er schon dreimal ein Match nicht zu Ende gespielt. Wer auf ihn setzt, trägt also ein Restrisiko. Der Auftritt gegen Nagel – 45 Minuten, kaum Ballwechsel über die volle Distanz – lieferte keinen Hinweis auf Probleme. Er beschreibt sich selbst als aggressiven Konterspieler, der von seiner Beweglichkeit lebt. Genau diese Beweglichkeit war am Samstag sichtbar.
Auch bei Shevchenko sind keine Ausfälle oder Beschwerden gemeldet. Der in Rostow geborene Rechtshänder lebt seit seinem neunten Lebensjahr in Wien, wurde lange von Günter Bresnik betreut und spielt seit Januar 2024 für Kasachstan. Seine Bestmarke war Platz 45 im Februar 2024, sein einziges ATP-Finale erreichte er 2023 in Metz. Er ist kein Spieler, der Matches über den Aufschlag kontrolliert: Auf der Tour gewinnt er in diesem Jahr nur 73,2 Prozent seiner Aufschlagspiele.
Statistik-Trends
Die Zahlen zeigen den Unterschied. Shevchenko gewinnt 2026 auf ATP-Ebene 33,6 Prozent der Returnpunkte und hält seinen Aufschlag in knapp drei von vier Spielen – damit gibt er im Schnitt in jedem vierten Aufschlagspiel ein Break ab. Seine Tiebreak-Bilanz liegt bei 6:6, also ohne Vorteil in engen Sätzen. Im Return ist Fearnley der Stärkere: Auf ATP-Ebene holt er 36 Prozent der Returnpunkte und verwertet 38 Prozent seiner Breakchancen, Shevchenko kommt in beiden Werten auf 33 Prozent. Die Schwachstelle des Briten ist der zweite Aufschlag – dort gewinnt er nur 41 Prozent der Punkte, Shevchenko 50 Prozent. Fearnley hat in der Halle in diesem Jahr zwar nur eine Bilanz von 3:4, auf Hartplatz insgesamt aber 20:16 und damit eine klar positive Quote. Ein direktes Duell gab es bislang nicht – es ist die Premiere.
Schauplatz & Matchbeginn
Gespielt wird in der Kungliga tennishallen in Stockholm auf Hartplatz in der Halle, ohne Wind und Sonne – das bevorzugt den Spieler mit der saubereren Grundlinienarbeit. Fearnley gegen Shevchenko ist das zweite Match auf Court 1 nach Iñaki Montes de la Torre gegen Lorenzo Sonego, das um 12:00 Uhr beginnt. Eine feste Uhrzeit gibt es nicht, ich rechne mit einem Beginn gegen 13:30 Uhr. Live zu sehen ist das Match auf Tennis TV.
Quoten & Anbieter
Fearnley steht im Siegermarkt bei 1,38, Shevchenko bei 2,81. Die Gesamtlinie liegt um 21,5 bis 22 Games. Auf Fearnley mit einem Handicap von -2,5 Games gibt es 1,60, bei -3,5 Games steigt die Quote auf 1,85. Die reine Siegwette ist mir zu niedrig, das Handicap von -2,5 bringt einen fairen Preis und verlangt nur, dass Fearnley mindestens drei Games mehr holt als sein Gegner.
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Mein Tipp: Fearnley -2,5 Games zur Quote 1,60
Mein Tipp: Fearnley -2,5 Games zur Quote 1,60. Gewinnt der Brite in zwei Sätzen, reicht schon ein 7:6, 6:4 oder ein 6:4, 6:4 für das Handicap. Auch ein Dreisatzsieg wie 6:4, 4:6, 6:3 deckt die Wette. Gefährlich wird es nur, wenn Shevchenko einen Satz klar holt oder Fearnley körperlich einbricht. Ich gebe drei von fünf Punkten Vertrauen – wegen der Aufgabe in Wien nicht mehr.
Das spricht für den Tipp
- Fearnley hat die deutlich bessere Saison: 37:27 gegenüber 32:38, auf Hartplatz 20:16 gegen 12:15.
- Shevchenko steht auf ATP-Ebene 2026 nur bei 11:16 und hat von seinen letzten zehn Tour-Matches drei gewonnen.
- Shevchenkos Aufschlag ist anfällig: nur 73,2 Prozent gewonnene Aufschlagspiele.
- Fearnley kennt Stockholm: 2024 kam er hier durch die Qualifikation und gewann im Hauptfeld.
- Der klare Auftaktsieg gegen Nagel in 45 Minuten zeigt, dass Fearnley nach Wien wieder fit wirkt.
Das spricht dagegen
- Fearnley gab am 26. Oktober in Wien auf, es war seine dritte Aufgabe 2026.
- In der Halle steht Fearnley in diesem Jahr nur bei 3:4, Shevchenko bei 5:5.
- Shevchenkos Bestmarke liegt mit Platz 45 höher als Fearnleys Platz 49 – sein Niveau ist abrufbar.
- Eine knappe Partie mit Tiebreaks kann das Handicap trotz Fearnley-Sieg kippen.
Ergebnis-Tipp: 2:0 Sätze für Fearnley, 6:4 und 6:3.
FAQ zu Jacob Fearnley vs Alexander Shevchenko
Wer ist Favorit bei Jacob Fearnley vs Alexander Shevchenko?
Jacob Fearnley. Er ist die Nummer 90 der Welt, Shevchenko die Nummer 107, und der Brite hat die klar bessere Saisonbilanz. Im Siegermarkt steht er bei 1,38.
Wann und wo spielen Fearnley und Shevchenko?
Am Sonntag, 8. November 2026, als zweites Match auf Court 1 der Kungliga tennishallen in Stockholm nach Montes de la Torre gegen Sonego (12:00 Uhr). Ich rechne mit einem Beginn gegen 13:30 Uhr, live auf Tennis TV.
Haben Fearnley und Shevchenko schon gegeneinander gespielt?
Nein, es ist das erste Duell der beiden auf der Tour.
Was ist mein Tipp für das Quali-Finale?
Fearnley mit -2,5 Games Handicap zur Quote 1,60. Er muss mindestens drei Games mehr gewinnen als Shevchenko.
Ist Fearnley nach der Aufgabe in Wien fit?
Eine Verletzung wurde nicht offiziell gemeldet. Sein 6:0, 6:2 gegen Nagel in 45 Minuten am Samstag spricht dafür, dass er wieder voll belastbar ist.
Fazit
Jacob Fearnley vs Alexander Shevchenko ist ein Quali-Finale mit klarer Rollenverteilung: Fearnley hat die bessere Saison, die bessere Hartplatzbilanz und trifft auf einen Gegner, der auf Tour-Ebene seit Monaten kaum gewinnt. Die Aufgabe in Wien ist der einzige echte Unsicherheitsfaktor, der Auftritt am Samstag hat sie für mich weitgehend entkräftet. Ich gehe mit Fearnley -2,5 Games zur Quote 1,60.















