Anubis Gaming vs Ruddy Corporation im EMEA-Masters-Achtelfinale: Form, Goldprofil, Draft, Kader, Quoten und Prognose für den 07.10.2026.
Anubis Gaming vs Ruddy Corporation Wett Tipp & Prognose (07.10.2026)
Anubis Gaming und Ruddy Corporation spielen am 7. Oktober 2026 im Achtelfinale der EMEA Masters Summer. Anubis geht als klarer Favorit in das Best of Five, doch die reine Matchsiegerquote bildet die interessante Frage nur unzureichend ab: Kann Ruddy mit seinem starken Early-Objective-Spiel genug Maps offenhalten, oder setzt sich Anubis über die bessere Gold- und Tower-Conversion so deutlich durch, dass das -1,5-Map-Handicap trägt? Genau darauf zielt diese Analyse.
Ausgangslage und Form
Anubis Gaming geht mit dem klar stärkeren Momentum in dieses Achtelfinale. Das Team hat in der aktuellen EMEA-Masters-Phase fünf Maps in Folge gewonnen und davor bereits die Arabian-League-Sommerphase dominiert. In den jüngsten Ergebnissen stehen ein 2:0 gegen TLN Pirates, ein 1:0 gegen Skillcamp, ein 1:0 gegen Unicorns of Love Sexy Edition, ein 1:0 gegen The Secret Club und ein 3:0 gegen JSK Esports. Das ist nicht nur eine Serie von Siegen, sondern eine auffällige Mischung aus unterschiedlichen Gegnerprofilen: gegen TLN musste Anubis mehr Tempo und internationales Niveau beantworten, gegen JSK kam die eigene regionale Überlegenheit stärker zum Tragen. Ruddy Corporation reist ebenfalls mit Substanz an. Nach dem 0:1 gegen G2 NORD folgten unter anderem Siege gegen PCIFIC Esports, Bushido Wildcats und Colossal Gaming sowie ein 2:1 gegen Valerion. Gerade diese Serie ist wichtig, weil Ruddy dabei über drei Maps reagieren musste und nicht nur von einem guten Best-of-One-Draft lebte. In der Summe bleibt die Ausgangslage trotzdem eindeutig: Anubis hat 2026 deutlich häufiger gewonnen, kommt mit der längeren positiven Serie und hat im laufenden EMEA Masters noch keine Map abgegeben. Ruddy hat genug Qualität, um das Bo5 unbequem zu machen, muss dafür aber früher als Anubis Zugriff auf die Map bekommen.

Die aktuelle Linie vor Spielbeginn noch einmal prüfen. Quoten und Märkte können sich kurzfristig bewegen.
Form & letzte Ergebnisse
Anubis Gaming
2:0 · TLN Pirates
1:0 · Skillcamp
1:0 · Unicorns of Love Sexy Edition
1:0 · The Secret Club
3:0 · JSK Esports
Ruddy Corporation
2:1 · Valerion
1:0 · PCIFIC Esports
0:1 · G2 NORD
1:0 · Bushido Wildcats
1:0 · Colossal Gaming
Schlüsselstatistiken im Vergleich
Die Jahreszahlen erklären, warum Anubis im Markt so deutlich vorne liegt. Anubis steht 2026 bei 63 Siegen aus 89 Games, also 70,8 Prozent. Ruddy kommt auf 34 Siege aus 62 Games und damit auf 54,8 Prozent. Beide Teams spielen im Schnitt knapp unter beziehungsweise um 30 Minuten pro Game, aber der große Unterschied liegt in der Verwertung von Vorteilen. Anubis zerstört im Mittel 7,7 Türme pro Game, Ruddy 5,9. Gleichzeitig sind die First-Objective-Werte auf beiden Seiten sehr stark: Anubis kommt auf 82,0 Prozent First Dragon, 90,9 Prozent First Baron und 79,7 Prozent First Tower; Ruddy auf 78,6 Prozent First Dragon, 96,4 Prozent First Baron und 77,8 Prozent First Tower. Der reine Blick auf das erste Objective reicht deshalb nicht. Interessanter ist, was danach passiert. Im aggregierten Saisonprofil liegt Anubis bei durchschnittlich +753 Gold nach zehn Minuten, +1.871 nach 15 und +2.827 nach 20 Minuten. Ruddy wird dort mit -570, -902 und -620 geführt. Das passt zum Tower-Bild: Anubis baut einen frühen Vorsprung häufiger über mehrere Strukturen aus und zwingt den Gegner dadurch in schlechtere Vision rund um Baron und Jungle-Eingänge. Ruddy kann früh Objectives nehmen, verliert aber häufiger die ökonomische Kontrolle über die Map.
Kader und die wichtigsten Duelle
Beide Teams gehen mit ihren aktuellen Sommer-Lineups in die Serie. Anubis startet mit Maged auf Top, Theocacs im Jungle, Giyuu in der Mitte, Shy Carry als Botlaner und B Butcher als Support. Ruddy setzt auf Robocop, Anonymouss, Nan0, Afriibi und J3rkie. Auf dem Papier ist besonders der Jungle-Bereich relevant. Theocacs kommt 2026 auf eine KDA von 5,59 über 60 Games und ist einer der zentralen Motoren des Anubis-Midgames. Anonymouss liegt mit 4,82 KDA ebenfalls deutlich im positiven Bereich. Auf Bot besitzt Anubis mit Shy Carry einen Spieler, der in 27 dokumentierten Games auf 7,43 KDA kommt; Ruddy hat mit Afriibi allerdings ebenfalls eine echte Carry-Achse. Afriibi steht im aktuellen 28-Game-Sample bei 5,47 KDA und acht Kills pro Game. Wie hoch sein Ceiling sein kann, zeigte unter anderem das 2:0 gegen Volda: Dort beendete er die Serie mit 22/5/13 und enormem Schadensoutput. Auch Top ist nicht automatisch ein klarer Anubis-Vorteil. Die direkten historischen Lane-Daten zwischen Maged und Robocop umfassen nur zwei Games und stehen 1:1. Maged hatte darin zwar durchschnittlich +210 Gold bei Minute 15, Robocop aber den besseren CS-Wert. Das spricht dafür, dass die Serie eher über Jungle-Mid-Bot-Priorität als über einen isolierten Toplane-Snowball entschieden wird.
Champion-Pools und Draftdruck im Best of Five
Das Bo5 ist auch deshalb interessant, weil sich die Champion-Prioritäten beider Teams deutlich unterscheiden. Anubis greift im Saisonverlauf besonders häufig auf Rumble, Vi, Ryze, Wukong, Ahri, Jayce und Pantheon zurück. Das sind Picks, mit denen sich frühe Skirmishes, Midlane-Priorität und aggressive Objective-Fenster erzwingen lassen. Ruddy hat dagegen unter anderem Ezreal, Ambessa und Jarvan IV sehr häufig im Pool. Diese Kombination kann gegen Anubis funktionieren, wenn Ruddy die erste Engage-Welle übersteht und Afriibi Platz zum Kiten erhält. Gleichzeitig verraten die Ban-Muster, wo beide Teams ungern Kompromisse machen. Anubis hat Nautilus, Sion, Zoe, Ahri, LeBlanc und Ambessa häufig aus dem Draft genommen; Ruddy investiert besonders viele Bans in Nocturne, Orianna, Ryze, Jarvan IV, Jayce und Naafiri. Für ein Bo5 bedeutet das: Spätestens ab Map 2 oder 3 werden Komfortpicks geöffnet, die in einem Bo1 noch leicht wegzubannen sind. Das spricht eher für das breitere, über die Saison stabilere System von Anubis. Ruddy kann eine Map über vorbereitete Bot- oder Jungle-Priorität stehlen, muss diese Idee dann aber mehrfach neu erfinden. Genau hier wird die Coaching- und Draft-Anpassung wichtiger als die reine individuelle Mechanik.
Wie sich das Matchup taktisch entwickeln kann
Taktisch dürfte die erste Viertelstunde den Ton setzen. Ruddy ist keineswegs passiv und gewinnt sehr häufig das erste große Objective, doch Anubis sammelt parallel mehr Gold und Strukturen. Das eröffnet zwei völlig unterschiedliche Spielbilder. Wenn Ruddy den ersten Dragon nimmt, dabei aber zwei Waves, Plates und eine Rotation zum Herald verliert, sieht das Objective-Board gut aus, die ökonomische Realität aber nicht. Anubis ist in solchen Situationen besonders gefährlich, weil Theocacs und Giyuu schnell zwischen Midlane und River verschieben und Shy Carry später sehr effizient in die Teamfight-Phase kommt. Ruddy braucht deshalb nicht nur den ersten Dragon oder Baron, sondern muss die Zone davor kontrollieren: frühe Vision, Mid-Push und ein Botlane-Setup, bei dem Afriibi nicht ohne Ressourcen bleibt. Für Anubis ist der wichtigste Punkt, Ruddys explosive Fight-Chancen zu reduzieren. Je länger eine Map strukturiert bleibt, desto stärker wirken die besseren Tower-Zahlen und die stabilere Jahresbilanz. Ruddy profitiert dagegen von chaotischen Sequenzen, Picks im Fog of War und Kämpfen, die vor vollständiger Objective-Vorbereitung entstehen. Sollte Ruddy Map 1 gewinnen, wäre das Handicap sofort unter Druck. Gewinnt Anubis dagegen die erste Map ohne große Probleme, steigt die Wahrscheinlichkeit eines 3:0 oder 3:1 deutlich.
Belastung, Serienformat und Anpassungen
Das Achtelfinale wird im Best-of-Five-Format und im Single-Elimination-Modus gespielt. Drei verlorene Maps bedeuten das direkte Aus, entsprechend groß ist der Wert von Anpassungen zwischen den Games. Anubis hat in den vergangenen Monaten deutlich mehr Wettbewerbsspiele gesammelt und unmittelbar vor dem EMEA Masters mehrere längere Serien bestritten. Das Team schlug JSK Esports 3:1 und später 3:0 und hatte damit mehrfach Gelegenheit, Drafts innerhalb einer Serie nachzujustieren. Ruddy bringt ebenfalls Bo3- und Playoff-Erfahrung aus der NLC mit und gewann unter anderem 3:1 gegen Verdant sowie 3:0 gegen Arctic Pandas. Der Unterschied liegt weniger darin, ob Ruddy längere Serien kann, sondern auf welchem konstanten Niveau die Antworten funktionieren. Anubis hat 2026 eine deutlich höhere Gesamt-Winrate und kommt im laufenden EMEA Masters mit fünf gewonnenen Maps in Folge. Ruddy steht im Summer-Event bei fünf Siegen aus acht Games. Dazu gibt es in dieser Saison kein direktes Aufeinandertreffen der beiden Teams, das als taktische Blaupause dienen könnte. Die Serie startet am 7. Oktober 2026 um 18:00 Uhr deutscher Zeit. Damit treffen zwei Formteams ohne aktuelles H2H aufeinander – aber mit einem klaren statistischen Vorteil für Anubis.
Quoten, Markt und mein Haupttipp
Der Markt bewertet Anubis klar als Favoriten. Für den reinen Matchsieg werden aktuell etwa 1,08 bis 1,25 angeboten, Ruddy liegt je nach Anbieter ungefähr zwischen 3,7 und 6,5. Diese Spannweite zeigt, wie unterschiedlich der Außenseiter bewertet wird. Beim Map-Handicap ist die Linie sportlich interessanter. Anubis Gaming -1,5 Maps liegt je nach Markt ungefähr zwischen 1,37 und 1,60; Meridian führt die Linie bei 1,39. Für diesen Tipp muss Anubis 3:0 oder 3:1 gewinnen, ein 3:2 reicht nicht. Genau das ist der zentrale Trade-off: Der reine Matchsieg schützt gegen eine lange Serie, ist preislich aber sehr dünn. Das -2,5-Handicap bringt deutlich höhere Quoten um etwa 2,25 bis 2,38, verliert jedoch schon bei einer einzigen Ruddy-Map. Über 3,5 Maps wird ungefähr um 1,58 bis 1,65 gehandelt und ist die logisch gegenläufige Option für alle, die Ruddy mindestens einen Map-Sieg zutrauen. Mein Hauptmarkt bleibt Anubis -1,5 Maps. Die Kombination aus 70,8 Prozent Jahres-Winrate, fünf gewonnenen EMEA-Masters-Maps, stärkerem Goldprofil und besserer Tower-Conversion rechtfertigt aus meiner Sicht den Schritt vom Matchsieg ins moderate Handicap.
Risiken und sinnvolle Alternativen
Das größte Risiko für -1,5 Maps ist Ruddys Fähigkeit, in einzelnen Maps sehr hohe Peaks zu produzieren. Afriibi kann eine Botlane mit frühem Ressourcenfokus selbst tragen, Anonymouss bringt genügend Tempo für frühe Objective-Fenster und die First-Baron-Rate zeigt, dass Ruddy offene Situationen rund um das wichtigste Midgame-Objective gut erkennt. Ein zweites Risiko liegt im Draft. Anubis zeigt relativ klare Prioritäten, und über fünf Maps kann Ruddy gezielter Bans gegen Theocacs, Giyuu oder die Engage-Struktur vorbereiten. Außerdem ist ein Handicap immer sensibler für einen einzelnen schwachen Draft als ein normaler Matchsieg. Wer Anubis zwar als Seriensieger sieht, aber Ruddy taktisch hoch einschätzt, fährt mit dem reinen Matchsieg konservativer. Wer dagegen explizit eine lange Serie erwartet, findet mit über 3,5 Maps den logischeren Gegenmarkt. Von -2,5 Maps würde ich trotz des attraktiveren Preises eher Abstand halten. Ruddy hat in den vergangenen Wochen genug Qualität gezeigt, um mindestens eine Map zu gewinnen. Der Unterschied zwischen einem 3:0 und einem 3:1 ist bei diesem Match deutlich größer, als die Favoritenstellung von Anubis auf den ersten Blick vermuten lässt.
Prognose und Fazit
Anubis ist der verdiente Favorit und besitzt die überzeugendere Kombination aus Form, Saisonleistung und strukturellem Midgame. Das Team gewinnt 2026 mehr als sieben von zehn Games, zerstört deutlich mehr Türme pro Partie und kommt im laufenden EMEA Masters ohne Mapverlust in dieses Achtelfinale. Ruddy darf trotzdem nicht auf einen klassischen Außenseiter reduziert werden. Die Mannschaft hat mit Afriibi, Anonymouss und Nan0 mehrere Spieler, die eine Map selbst beschleunigen können, und die starken First-Objective-Werte zeigen, dass Ruddy früh aktiv genug ist. Entscheidend ist deshalb die Conversion nach Minute 15. Genau dort sehe ich Anubis vorne: mehr Goldvorsprung, bessere Tower-Ausbeute und ein stabileres Muster, Leads in kontrollierte Baron- und Inhibitor-Phasen umzuwandeln. Mein wahrscheinlichstes Ergebnis ist ein 3:1 für Anubis. Damit bleibt Ruddy eine realistische Map-Chance, ohne dass die grundsätzlich klarere Favoritenstellung relativiert wird. Der Haupttipp lautet Anubis Gaming -1,5 Maps zur aktuell hinterlegten Quote von 1,39. Wer weniger Varianz möchte, nimmt den Matchsieg; wer Ruddy mindestens eine Map klar zutraut, kann stattdessen über 3,5 Maps prüfen. Weitere aktuelle Einordnungen aus demselben Achtelfinaltag gibt es bei Karmine Corp Blue vs Skillcamp und Team Heretics Academy vs G2 NORD; die komplette Rubrik findest du in der eSports-Übersicht.
Marktvergleich auf einen Blick
Quote 1,11 · Meridian
Quote 5,20 · Meridian
Quote 1,39 · Meridian
Quote 2,27 · Meridian
Prognose & Wett Tipp
Anubis bringt die bessere Jahresbilanz, fünf EMEA-Masters-Maps ohne Niederlage und das stärkere Goldprofil mit. Ruddy besitzt genug Early-Game-Qualität für eine Map, verliert Vorteile aber häufiger in der anschließenden Map-Kontrolle. Deshalb gefällt Anubis -1,5 Maps besser als der sehr niedrige Matchsieg; ein 3:1 ist das plausibelste Ergebnisbild.
FAQ
Wann beginnt Anubis Gaming gegen Ruddy Corporation?
Das Achtelfinale beginnt am 7. Oktober 2026 um 18:00 Uhr deutscher Zeit (CEST).
In welchem Format wird gespielt?
Das EMEA-Masters-Achtelfinale wird im Best-of-Five-Format gespielt. Drei gewonnene Maps reichen zum Einzug ins Viertelfinale.
Was ist die Tipsterio-Einschätzung?
Anubis ist klar favorisiert. Statt des sehr niedrigen Matchsiegs gefällt Anubis -1,5 Maps besser, weil damit ein 3:0 oder 3:1 abgedeckt ist.
Quoten können sich kurzfristig ändern. Glücksspiel ist erst ab 18 Jahren erlaubt und kann süchtig machen. Spiele verantwortungsvoll.










