Daniil Medvedev vs Carlos Alcaraz Wett Tipp
Daniil Medvedev vs Carlos Alcaraz ist das Halbfinale, auf das die ausverkaufte Wiener Stadthalle gewartet hat: Am Samstag treffen der heißeste Spieler des Herbstes und der Weltranglistendritte aufeinander. Medvedev hat sieben Matches in Folge gewonnen, Alcaraz seit über einem Jahr kein Match bei einem ATP-500-Turnier verloren. Ich sehe den Spanier vorne – aber deutlich knapper, als es die Quoten nahelegen.
Analyse: Medvedevs Lauf trifft auf Alcaraz' ATP-500-Serie
Daniil Medvedev spielt gerade die beste Phase seit Jahren. Der 30-Jährige hat im Oktober in Almaty seinen Titel verteidigt – zum ersten Mal in seiner Karriere überhaupt –, dort im Finale Nikoloz Basilashvili nach Satzrückstand mit 6:7, 6:1, 6:3 bezwungen und damit seinen vierten Titel der Saison nach Brisbane, Dubai und Hangzhou geholt. In Wien legte er nahtlos nach: 18 Siege aus den letzten 19 Matches, 41 Hartplatzsiege in diesem Jahr und damit mehr als jeder andere Spieler auf der Tour. Mit dem Einzug ins Halbfinale hat er sich zum siebten Mal in acht Jahren für die ATP Finals in Turin qualifiziert.
Carlos Alcaraz hat eine Saison mit zwei Gesichtern hinter sich. Bis März war er unschlagbar: Titel bei den Australian Open, womit er den Karriere-Grand-Slam komplettierte, dazu Doha und 16 Siege zum Auftakt. Dann bremste ihn das rechte Handgelenk aus, in Barcelona musste er im April passen, Roland Garros und Wimbledon verpasste er komplett. Seit dem Comeback bei den US Open, wo er das Viertelfinale erreichte, sucht er wieder seinen Rhythmus. Der Titel in Tokio war ein starkes Zeichen, das Aus gegen Zizou Bergs in Shanghai ein Dämpfer. In Wien ist er mit einer Wildcard am Start und an Nummer 2 gesetzt.
Spielerisch ist es das klassische Duell zwischen Kreativität und Kontrolle. Alcaraz lebt von Tempowechseln, Stopps und dem Weg ans Netz, Medvedev neutralisiert solche Ideen tief hinter der Grundlinie und zwingt den Gegner zu immer einem Schlag mehr. Genau damit hat er Alcaraz im März in Indian Wells mit 6:3, 7:6 geschlagen und ihm die erste Saisonniederlage beigebracht.

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Ausgangslage: Halbfinale in Wien
Es ist das erste Halbfinale der Erste Bank Open 2026. Im zweiten wartet Alexander Zverev, der sich mit dem 6:0, 6:2 gegen Arthur Fery in nur 58 Minuten den Sprung an die Spitze der Weltrangliste gesichert hat, auf den Sieger der Partie zwischen Matteo Berrettini und Alex de Minaur. Für Alcaraz ist es das 50. Halbfinale auf der Tour und das zweite in Wien nach seinem Debüt 2021. Medvedev gewann das Turnier 2022. Der Titelverteidiger Jannik Sinner fehlt, er hat seine Saison wegen einer Knieverletzung vorzeitig beendet. Dem Turniersieger winken rund 523.000 Euro und 500 Ranglistenpunkte.
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Form & direkter Vergleich
Medvedev hat sich durch die Woche gekämpft und dabei Nehmerqualitäten gezeigt. Gegen Daniel Merida lag er zum Auftakt früh mit 1:4 zurück, gewann den ersten Satz aber noch im Tiebreak und die letzten zehn Punkte des Matches – 7:6, 6:1. Gegen Cameron Norrie wehrte er nach verlorenem ersten Satz einen Matchball ab und siegte 4:6, 6:3, 7:6. Im Viertelfinale ließ er Adrian Mannarino beim 6:2, 6:3 nach 96 Minuten keine Chance. Danach sprach er von einem harten, körperlich fordernden Match, in dem er auf Mannarinos Aufschlag mehr Antworten gefunden habe.
Alcaraz gewann alle drei Wiener Matches in zwei Sätzen – musste aber jedes Mal in den Tiebreak des zweiten Satzes. Gegen Karen Khachanov vergab er nach dem 6:4 im ersten Satz drei Matchbälle, Khachanov servierte bei 6:5 sogar zum Satzausgleich, ehe Alcaraz zu null rebreakte und den Tiebreak mit 7:5 holte. Gegen Basilashvili lag er im Tiebreak 2:4 zurück und wehrte zwei Satzbälle ab, am Ende stand ein 6:1, 7:6 mit 13:11 in der Kurzentscheidung. Tommy Paul schlug er im Viertelfinale 6:4, 7:6 nach 1:50 Stunden und wehrte dabei alle fünf Breakbälle ab. Er selbst sagte, er habe gut gespielt, aber mit weniger Selbstvertrauen als am Vortag.
Daniil Medvedev · letzte 5
Carlos Alcaraz · letzte 5
| Datum | Wettbewerb | Gegner | Ergebnis | S/U/N |
|---|---|---|---|---|
| 30.10.2026 | ATP Wien, Viertelfinale | Adrian Mannarino (N) | 2:0 (6:2, 6:3) | S |
| 29.10.2026 | ATP Wien, Achtelfinale | Cameron Norrie (N) | 2:1 (4:6, 6:3, 7:6) | S |
| 28.10.2026 | ATP Wien, 1. Runde | Daniel Merida (N) | 2:0 (7:6, 6:1) | S |
| 25.10.2026 | ATP Almaty, Finale | Nikoloz Basilashvili (N) | 2:1 (6:7, 6:1, 6:3) | S |
| 24.10.2026 | ATP Almaty, Halbfinale | Alexander Bublik (N) | Sieg (Aufgabe nach 6:3) | S |
| Datum | Wettbewerb | Gegner | Ergebnis | S/U/N |
|---|---|---|---|---|
| 30.10.2026 | ATP Wien, Viertelfinale | Tommy Paul (N) | 2:0 (6:4, 7:6) | S |
| 29.10.2026 | ATP Wien, Achtelfinale | Nikoloz Basilashvili (N) | 2:0 (6:1, 7:6) | S |
| 27.10.2026 | ATP Wien, 1. Runde | Karen Khachanov (N) | 2:0 (6:4, 7:6) | S |
| 12.10.2026 | ATP Shanghai, 3. Runde | Zizou Bergs (N) | 0:2 (5:7, 6:7) | N |
| 10.10.2026 | ATP Shanghai, 2. Runde | Juan Manuel Cerundolo (N) | 2:0 (6:3, 6:3) | S |
| Datum | Wettbewerb | Ergebnis |
|---|---|---|
| 03/2026 | Indian Wells, Halbfinale (Hart) | Medvedev 6:3, 7:6 |
| 10/2024 | Peking, Halbfinale (Hart) | Alcaraz 7:5, 6:3 |
| 07/2024 | Wimbledon, Halbfinale (Rasen) | Alcaraz 6:7, 6:3, 6:4, 6:4 |
| 03/2024 | Indian Wells, Finale (Hart) | Alcaraz 7:6, 6:1 |
| 11/2023 | ATP Finals, Gruppenphase (Halle) | Alcaraz 6:4, 6:4 |
Alcaraz führt im direkten Vergleich mit 6:3 Siegen, auf Hartplatz mit 4:2. Das letzte Duell im März 2026 in Indian Wells gewann Medvedev 6:3, 7:6.
Verfassung & Spielstil
Bei Medvedev gibt es keine offiziellen Ausfälle oder Verletzungsmeldungen. Die Frage ist eher die Belastung: Wien ist sein fünftes Halbfinale in fünf Wochen, nach Shanghai flog er direkt nach Almaty und gewann dort das Turnier. Nach dem Norrie-Match räumte er ein, schon nach dem ersten Satz ziemlich müde gewesen zu sein. Gegen Mannarino wirkte er dann aber wieder frisch und ohne Schwächephase.
Auch für Alcaraz sind keine Ausfälle gemeldet. Die Handgelenkverletzung, die ihn von April bis August außer Gefecht setzte, gilt als auskuriert, im Turnierverlauf gab es keine Hinweise auf Beschwerden. Ein Thema sind eher die Bedingungen: Er klagte über Bälle, die in der Halle schnell aufrauen und es schwer machen, Druck zu erzeugen. Medvedev nannte den Platz für einen Hallenbelag sogar super langsam.
Statistik-Trends
Alcaraz führt im direkten Vergleich mit 6:3, auf Hartplatz mit 4:2. Die Duelle der letzten Jahre zeigen aber zwei Gesichter: Gewinnt Alcaraz, dann oft deutlich – 6:3, 6:2 und 7:6, 6:1 in den Indian-Wells-Finals 2023 und 2024, 7:5, 6:3 im Halbfinale von Peking 2024. Medvedev wiederum gewann das US-Open-Halbfinale 2023 in vier Sätzen und zuletzt Indian Wells 2026 mit 6:3, 7:6. Bemerkenswert ist Alcaraz‘ Serie bei ATP-500-Turnieren: 24 Siege am Stück seit dem Barcelona-Finale 2025, in dieser Saison 14:0. Auf Hartplatz steht er 2026 bei 31:4 Siegen, Medvedev hat 41 Hartplatzsiege gesammelt. Bei Alcaraz fällt auf, dass er vor Wien in diesem Jahr kaum in der Halle gespielt hatte.
Schauplatz & Matchbeginn
Gespielt wird auf dem Centre Court der Wiener Stadthalle, Hartplatz in der Halle, und die Halle ist für den Samstag ausverkauft. Das Match ist für Samstag, 31. Oktober, um 15:05 Uhr angesetzt – wie immer im Tennis kann sich der Beginn je nach Ablauf auf dem Centre Court leicht verschieben. Die Erste Bank Open sind mit knapp 2,8 Millionen Euro dotiert. In Deutschland überträgt Sky Sport Tennis, in Österreich zeigt ServusTV die Halbfinals live.
Quoten & Anbieter
Alcaraz ist mit 1,40 klarer Favorit, Medvedev steht bei 3,06. Für das Handicap von −2,5 Games auf Alcaraz gibt es 1,59, bei −3,5 Games 1,92. Umgekehrt bringt Medvedev mit +4 Games eine Quote von 1,64, mit +4,5 Games 1,51. Die Gesamtlinie liegt bei 22 Games (Über 1,83, Unter 1,88).
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Mein Tipp: Medvedev +4 Games zur Quote 1,64
Mein Tipp lautet Medvedev +4 Games zur Quote 1,64. Den Siegtipp auf Alcaraz finde ich mit 1,40 zu dünn, gegen einen Medvedev in dieser Form. Mit dem Handicap gewinne ich, wenn Medvedev das Match holt, wenn es über drei Sätze geht oder wenn Alcaraz in zwei engen Sätzen gewinnt – etwa 7:6, 6:4 oder 7:5, 7:6. Liegt die Differenz bei genau vier Games, etwa bei 6:4, 6:4, gibt es den Einsatz zurück. Verloren wäre die Wette nur bei einem klaren Zweisatzsieg des Spaniers, wie er ihm 2023 und 2024 gelang. Alcaraz musste aber in allen drei Wiener Matches in den Tiebreak, und der langsame Platz kommt Medvedevs Spiel entgegen. Konfidenz: 3 von 5.
Das spricht für den Tipp
- Alcaraz musste in Wien in allen drei Matches in den Tiebreak des zweiten Satzes.
- Medvedev hat sieben Matches in Folge und 18 der letzten 19 gewonnen.
- Das letzte Duell in Indian Wells 2026 gewann Medvedev 6:3, 7:6.
- Der langsame Hallenplatz und die schweren Bälle begünstigen Medvedevs Defensive.
- Bei genau vier Games Differenz gibt es den Einsatz zurück.
Das spricht dagegen
- In drei seiner vier Hartplatzsiege gegen Medvedev gewann Alcaraz mit fünf oder mehr Games Vorsprung.
- Alcaraz hat 24 ATP-500-Matches in Folge gewonnen und wehrte gegen Paul alle Breakbälle ab.
- Wien ist Medvedevs fünftes Halbfinale in fünf Wochen, gegen Norrie wirkte er müde.
Ergebnis-Tipp: 2:1 für Alcaraz (6:4, 3:6, 6:4)
FAQ zu Daniil Medvedev vs Carlos Alcaraz
Wann beginnt Daniil Medvedev vs Carlos Alcaraz?
Das Halbfinale ist für Samstag, 31. Oktober 2026, um 15:05 Uhr angesetzt. Gespielt wird auf dem Centre Court der Wiener Stadthalle.
Wo läuft Medvedev gegen Alcaraz im TV?
In Deutschland zeigt Sky Sport Tennis das Turnier, in Österreich überträgt ServusTV die Halbfinals live.
Wie ist der direkte Vergleich?
Alcaraz führt mit 6:3 Siegen, auf Hartplatz mit 4:2. Das letzte Duell im März 2026 in Indian Wells gewann Medvedev 6:3, 7:6.
Wer ist Favorit?
Carlos Alcaraz, die Nummer 3 der Welt, geht mit einer Quote von 1,40 als Favorit ins Match. Medvedev ist Fünfter der Weltrangliste und hat die letzten sieben Matches gewonnen.
Wer wartet im Finale?
Alexander Zverev oder der Sieger der Partie zwischen Matteo Berrettini und Alex de Minaur. Das Finale steigt am Sonntag.
Was ist der Tipp?
Medvedev +4 Games zur Quote 1,64. Bei genau vier Games Differenz gibt es den Einsatz zurück.
Fazit
In Daniil Medvedev vs Carlos Alcaraz spricht die Klasse für den Spanier, die Form der Woche aber für ein enges Match. Alcaraz musste in Wien dreimal in den Tiebreak, Medvedev reitet auf einer Welle von sieben Siegen und hat das letzte Duell gewonnen. Einen glatten Durchmarsch erwarte ich nicht – deshalb Medvedev +4 Games.














