Europameisterschaft 2020

Handball Tipp Weißrussland – Deutschland

Analyse Weißrussland

Die Weißrussen hatte vor dem ersten Spiel wohl keiner so richtig auf dem Schirm. Zunächst gewann Weißrussland gegen Serbien mit 35:30, ehe sie sich gegen Kroatien nach guter erster Hälfte recht deutlich mit 23:31 geschlagen geben mussten. Im vorerst entscheidenden Spiel bezwangen sie Montenegro überraschenderweise deutlich mit 36:27 und konnten sich somit für die Hauptrunde qualifizieren.

Einer der Torgaranten Weißrusslands ist Kreisläufer Artsem Karalek vom polnischen Topclub Vive Kielce, der stolze neun Tore gegen Serbien erzielen konnte.

Aber auch Rechtsaußen Mikita Vailupau vom bulgarischen Championsleague-Teilnehmer HC Meshkov Brest überzeugte in den vergangenen drei Spielen. Nach dem er im ersten Spiel zunächst zwei Treffer gegen Serbien erzielte, konnte er gegen Kroatien bemerkenswerte acht Tore und gegen Montenegro im vergangenen Spiel sieben Tore werfen.

Diese beiden Spieler stechen aus ihrem Team hervor und werden dem deutschen Team wohl die größten Probleme bereiten.

Analyse Deutschland

Zumeist erschreckend schwach zeigte sich das DHB-Team im vergangenen Spiel gegen Lettland, welches letztlich nur ganz knapp mit 28:27 besiegt werden konnte. Besonders brisant ist, dass Deutschland eine zwischenzeitliche sieben Tore-Führung (beim Stand von 24:17) aus der Hand gab. So konnten sie nur noch sage und schreibe vier Tore in den letzten 17 Minuten erzielen. Sie können von Glück reden, dass es am Ende nicht zu einem Punkt für Lettland gereicht hat.

Beinahe der einzige Lichtblick im schwachen Nationalteam war Julius Kühn, der mit acht Treffern bester Torschütze der Partie wurde und somit einen großen Anteil am Sieg hatte.

In der Verteidigung konnten sie die Letten Kristopans und Kreicbergs nur teilweise in Schach halten, was sich für die kommenden Spiele umgehend verbessern muss. Denn schon häufig galt die Abwehr in den vergangenen Monaten und Jahren als Prunkstück der Deutschen. Und diese Abwehr ist mit Blick auf die vergangenen Gruppenspiele nicht in der Form, in der sie zu sein hat. Zumindest wenn sie den Anspruch auf einen der vorderen Plätze haben.

Zumal auch die Torhüter noch längst nicht überzeugen konnten. Allerspätestens jetzt wird es für Andreas Wolff und Johannes Bitter darum gehen, der deutschen Mannschaft Rückhalt zu geben.

Laut den eigenen Aussagen verstehen sich die Spieler und Trainer untereinander sehr gut. Woran es schließlich in den Partien scheitert, ist sogar für die Spieler nicht ersichtlich. Vielleicht hilft ja jetzt die zweitägige Pause, in der das DHB-Team nochmal in sich gehen kann und die nötigen Kräfte finden und mobilisieren kann.

Prognose

Beide Mannschaften sind aktuell eher offensiv stärker einzuschätzen, auf die sonst gute Defensive der Deutschen kann man sich in diesem Turnier kaum verlassen, außer gegen die beiden Spitzenmannschaften Kroatien und Spanien konnten die beiden Teams eine ordentliche Anzahl an Toren werfen. Die beiden deutschen Torhüter Andreas Wolff und Jogi Bitter zeigen zudem bisher im Verlauf der Europameisterschaft keine ansprechenden Leistungen. Deutschland hat auf jeden Fall das Potenzial, hier 30+ Tore zu werfen, die Weißrussen wollen aber ebenso ein Wörtchen mitreden, sodass ich denke, dass wir hier mindestens 56 Tore sehen werden.

 

Tipp: Über 55.5 Tore, Quote 1.61 (Stand 15.01.2020, 11:30 Uhr)