Sankt Pauli Saisonvorschau 2020/21

Beim FC Sankt Pauli klafft die Lücke zwischen Anspruch und Realität in den vergangenen Jahren gewaltig. Abermals kämpfte Sankt Pauli bis zuletzt um den Klassenerhalt. Mit Timo Schultz kam nun ein neuer Trainer ans Millerntor und der stark verjüngte Kader soll Besserung bringen.

Kader und Veränderungen

Im Sommer gab es im Kader große Veränderungen. 14 Spieler haben den Verein verlassen. Darunter die Leihspieler James Lawrence (RSC Anderlecht), Leo Östigard und Viktor Gyökeres (beide Brighton & Hove Albion). Zudem gingen mit Johannes Flum (SC Freiburg II), Marc Hornschuh (HSV II), Jan-Philipp Kalla (Victoria Hamburg) und Waldemar Sobota (Slask Wroclaw) gleich vier Spieler, die lange am Millerntor spielten. Die Abgänge der Torjäger Henk Veerman und Dimitrios Diamantakos wiegen schwer. Simon Makienok (Dynamo Dresden) und Daniel-Kofi Kyereh (SV Wehen Wiesbaden)  sollen die beiden Torjäger ersetzen. Lukas Daschner (MSV Duisburg) und Maximilian Dittgen bringen ebenso frischen Wind in den Offensivbereich. Überraschend ist die Verpflichtung von Leart Paqarada (SV Sandhausen), der von zahlreichen Vereinen umworben war und zu den besten Außenverteidigern in der 2. Liga zählt. Rodrigo Zalazar (Eintracht Frankfurt) und Afeez Aremu (Start Kristiansand) sollen an das erste Team herangeführt werden.

Testspiele

Zuletzt konnte Sankt Pauli mit einem Sieg gegen en dänischen Erstligisten Sönderjyske Fodbold Selbstvertrauen sammeln. Zuvor hatten die Paulianer Probleme und mussten sich Kiel und Bremen beugen. Gegen Aarhus gab es ein torloses Remis.

Saisonprognose Sankt Pauli

Vor allem im Offensivbereich drückte bei Sankt Pauli gewaltig der Schuh. Lediglich 41 Treffer konnte Sankt Pauli erzielen und somit traf nur ein Team noch schlechter. Nicht einfacher machen dies die Abgänge von Veerman und Diamantakos. Da die Neuzugänge bisher nur in der 3. Liga überzeugten, stellt sich hier erneut die Frage nach der Durchschlagskraft. Gleiches gilt für die zahlreichen jungen Verpflichtungen. Ebenso muss der neue Trainer Timo Schultz zeigen, dass er es im Profibereich schaffen kann. Zwar kennt er Sankt Pauli als Spieler und Nachwuchstrainer, doch dass er sich im Profigeschäft durchsetzen kann, muss er noch beweisen. Das er eine eigene Philosophie verfolgt, zeigt die Tatsache, dass zwei neuer Co-Trainer mitbrachte und Vereinslegende Andre Trulsen gehen musste. Gelingt es Schultz seine Philosophie umzusetzen, dann kann sich Sankt Pauli in dieser Saison durchaus im Mittelfeld positionieren. Allerdings ist davon auszugehen, dass die junge Mannschaft einige Rückschläge erleiden wird.