NBA All-Star Weekend – Saturday

Preview All-Star Weekend – Saturday

Kurz nach der Trade-Deadline findet traditionell das All-Star Weekend statt. Dieses Jahr ist das United Center in Chicago der Austragungsort der Wettbewerbe. Wie üblich werden an allen drei Tagen des Wochenendes verschiedenste Spiele und Challenges durchgeführt. Seit 2003 ist das Celebrity Game traditionell der Startschuss für das spektakuläre Wochenende, gefolgt von der Rising-Stars Challenge, das All-Star Game für Rookies und Sophemores. Der interessanteste Part ist der jedoch der Samstag, an dem die Wettbewerbe für die jeweiligen Spezialisten stattfinden. Begonnen wird mit der Skills-Challenge, einem komplexen Wettbewerb, bestehend aus passen, dribbeln, werfen und einem Korbleger. Anschließend treffen sich die besten 3er-Schützen der Liga zum 3-Point-Shootout, ehe das Highlight des Abends ansteht, der Dunk-Contest. Am Sonntag findet das ursprünglich Highlight, das All-Star Game, statt, welches aber in den letzten Jahren enorm an Interesse eingebüßt hat. Deshalb haben sich die Verantwortlich einen neuen Modus, auch zu Ehren vom verstorbenen Kobe Bryant, überlegt, der den Wettbewerb interessanter machen soll. Im Folgenden stelle ich euch aber ausschließlich den Samstag näher vor.

Verfolgen könnt ihr das gesamte Wochenende auf der Streaming-Plattform DAZN. Wer noch kein Abo hat, kann unter folgendem Link eins erwerben:

Vorschau Taco Bell Skills Challenge

Regeln und Geschichte

Die Skills Challenge ist der, meiner Meinung nach, willkürlichste Wettbewerb. Zu den ehemaligen Gewinnern zählen trotzdem fast ausschließlich die besten Guards des neuen Jahrtausends, wie Steve Nash, Jason Kidd, Stephen Curry, Damion Lillard, Dwayne Wade oder Tony Parker. Neuerdings nehmen jedoch auch Big Men an dem Wettbewerb teil, so reihten sich auch Karl-Anthony Towns und Kristaps Porzingis in die Siegerliste ein.

Die Challenge besteht aus 4 Disziplinen, wobei die Länge des Basketballspielfeldes während eines Durchgangs drei Mal belaufen wird. Begonnen wird mit einem Slalompacour und einem anschließenden Pass durch einen Ring. Sobald der Pass gelungen ist, muss man Coast-to-Coast laufen, um auf der anderen Seite des Spielfelds ein Korbleger zu verwandeln. Anschließend muss die Spielfeldhälfte nochmal gewechselt werden. Wer dann zuerst den 3er durch die Reuse schießt, ist der Gewinner des jeweiligen Durchgangs. 8 Spieler nehmen an diesem Wettbewerb teil und spielen ein KO-Turnier, beginnend mit dem Viertelfinale aus. Dabei treten in der Regel die Big Men in der ersten Runde gegeneinander an.

Die Teilnehmer

Zu den Teilnehmern gehören drei Spieler, die den Wettbewerb schon einmal gewinnen konnten. Jason Tatum setzte sich im letztjährigen Finale gegen Trae Young durch. Spencer Dinwiddie gewann 2018 gegen Lauri Markkanen. Auch der Sieger von 2015, Patrick Beverly, ist in diesem Jahr wieder mit dabei. Zu den weiteren Teilnehmern zählen Khris Middleton, Pascal Siakam, Domantas Sabonis, Shai Gilgeous-Alexander und Bam Adebayo. Einen wirklichen Favoriten zu picken, ist hier nahezu unmöglich. Neben Schnelligkeit und Skill ist hier auch eine Menge Portion Glück gefragt. Jason Tatum zum Beispiel gewann das Finale im letzten Jahr nur aufgrund eines wilden Half-Court-Shots, da Trae schon bereit an der 3er-Linie stand. Ich empfehle euch hier, das wirklich sehr amüsante Event entspannt anzuschauen, ohne einen Tipp abzugeben.

Vorschau MTN DEW 3-Point-Contest

Regeln und Geschichte

Das Prinzip bei des Drei-Punkte-Shootouts ist sehr simpel. Fünf gleichmäßig entfernte Stationen entlang der 3er-Linie mit je 5 Bällen müssen in insgesamt 60 Sekunden absolviert werden. Insgesamt werden also 25 Würfe abgefeuert. Jeder Wurf zählt grundsätzlich einfach. Der letzte Ball jeder 5er-Serie ist bunt, der sogenannte “Moneyball”, der doppelt zählen. Seit 2014 gibt es insgesamt 10 “Moneyballs”. Zusätzlich zu den letzten Bällen der 5er-Serien gibt es eine reine “Moneyball-Station”, welche man sich aussuchen darf. Somit wurde die maximal erreichbare Punktzahl von 30 auf 34 angehoben. Zusätzlich dazu, wird es in diesem Jahr erstmal einen 3-Punkte-Wurf geben, der knapp 2 Meter hinter der 3er-Linie, aus der MTN DEW Zone, abgefeuert wird. Erstmals können also, mit nun 27 Würfen, 40 Punkte erreicht werden.

Auch hier reihten sich namhafte Spieler in die Siegerliste ein, wie z.B. ein Larry Bird, Dirk Nowitzki, Steve Kerr, Stephen Curry oder Klay Thompson. Hier gehören aber auch eher unbekanntere Namen, wie DeQuann Cook, der kurzzeitig auch in Tübingen spielte, oder James Jones zu den Siegern dieses Wettbewerbs. Bird hat zusammen mit Craig Hodges, der gleichzeitig den Rekord für die meisten Treffer (21/25) und die meisten Treffer in Folge (19) inne hält, die meisten Titel gewonnen (3). Devin Booker schaffte mit 28 die bisher beste Punktzahl, allerdings mit der der maximal möglichen Ausbeute von 34. Diese könnte, durch die neue Regelung, in dieser Saison geknackt werden.

Die Teilnehmer

In diesem Jahr besteht das Feld aus 8 Teilnehmern, die zu den besten ihres Fachs gehören. Die besten drei aus der ersten Runde kommen in die Finalrunde und treten dort in umgekehrter Reihenfolge, gemessen am Erstrundenergebnis, an. Neben Davis Bertans, Devonte Graham, Zach LaVine, Duncan Robinson und Trae Young, die allesamt das erste Mal an dem Wettbewerb teilnehmen, sind auch Titelvertidiger Joe Harris, Damian Lillard und Vorjahresfinalist Buddy Hield dabei. Die besten 3er-Quoten aller Teilnehmer in der bisherigen Saison haben Duncan Robinson (43,7%) und Davis Bertans (43,1%), die hier, zusammen mit Titelverteidiger Joe Harris, meine Favoriten sind. Sie sind absolute 3er-Spezialisten und sollten gegenüber Shot-Creatorn wie Lillard, LaVine, Graham und Young in diesem Wettbewerb deutliche Vorteile haben. Buddy Hield traue ich wieder den Sprung ins Finale zu, für den Titel müsste er aber schon eine überragende Runde erwischen.

Die Buchmacher sehen Lillard als Favoriten (Quote 4,0). Ich sehe hier jedoch vor allem die Quote auf Bertans (Quote 6,0) deutlich interessanter, der für mich der absolute Topfavorit ist. Für einen Finaleinzug von Bertans bekommt man sogar noch eine 2,25 Quote, was für mich der beste Tipp in diesem Wettbewerb ist. Keine Chance auf eine Finalteilnahme gebe ich Graham und LaVine, die auch bei den Buchmachern die höchsten Quoten auf einen Sieg haben. Von den Guards traue ich Trae Young (Quote 8,0) am ehesten den Titel zu, der die gleiche Quote wie Duncan Robinson bei betano hat. Kleiner ist neben der von Lillard und Bertans nur noch die von Titelvertidiger Harris (Quote 6,0).

Vorschau AT&T Slam Dunk Contest

Regeln und Geschichte

Vorab muss ich erwähnen: Ich bin kein großer Fan dieses Wettbewerbs und bevorzuge die anderen beiden deutlich mehr. Das ist aber eine absolute Stilfrage. Mag man eher den eleganten Spielertypen oder ist man ein Freund von athletischen Spielern. Für letztere ist der Slam Dunk Contest DAS Highlight des Wochenendes. Vier Teilnehmer bekommen in der ersten Runde jeweils Bewertung für 2 Dunks ihrer Wahl. Die Jury setzt sich aus fünf Leuten zusammen, die Noten zwischen 6 und 10 geben dürfen. Für jeden Dunk hat der Teilnehmer maximal drei Versuche. Die Maximalzahl pro Dunk beträgt also 50 Punkte. Die beiden Spieler mit den meisten Punkten nach der ersten Runde ziehen ins Finale ein und dürfen zwei weitere Dunks vorführen. Derjenige, der in der Finalrunde die meisten Punkte erreicht, gewinnt den Wettbewerb.

Grundsätzlich sind bei diesem Event kleine bis mittelgroße Spieler im Vorteil, da sie deutlich beweglicher und explosiver sind und die Aktion deshalb deutlich spektakulärer aussieht. Die bekanntesten Champions des seit 1984 bestehenden Wettbewerbs sind Dominique Wilkins, Michael Jordan, Kobe Bryant und Vince Carter. Der kleinste Spieler, der diesen Wettbewerb gewinnen konnte war Spud Webb mit einer Korpergröße von nur 1,70 m. Nate Robinson, nur 5 cm größer, konnte den Dunk Contest zwei Jahre in Folge, insgesamt sogar drei Mal gewinnen.

Die Teilnehmer

Drei der vier Teilnehmer waren schon mindestens ein Mal bei einem Slam Dunk Contest dabei. Dwight Howard, der Gewinner aus dem Jahre 2008, damals im Superman-Köstum angetreten, war bei bisher drei Contests vertreten. Aaron Gordon und Derrick Jones Jr. waren beide schon im Finale dieses Wettbewerbs, verloren dieses aber gegen Zach LaVine bzw. Glenn Robinson III. Neuling Pat Connaughton, von Ligaprimus Milwaukee, wäre der erste Weiße, der den Slam Dunk Contest gewinnen würde. Seine physischen Voraussetzungen sind jedoch hervorragend. Er wies beim Draft Combine, einem Event vor dem Draft, um die Eigenschaften des Draft-Jahrgangs zu dokumentieren, vor seinem Ligaeintritt 2015 die drittbeste Sprungkraft in der Geschichte des Events auf. Favorit bei den Buchmacher ist ganz klar Aaron Gordon (Quote 1,75), der bei seiner Finalniederlage 2016 drei 50er-Dunks hinlegte. Dwight Howard wird mit einer 10,0-Quote die geringste Chance auf einen Sieg eingeräumt, noch weniger als Connaughton (Quote 6,5). Derrick Jones Jr. (Quote 3,1) tritt, laut den Buchmachern, immerhin mit Außenseiterchancen an. Er ist meiner Meinung nach der explosivste Dunker im Feld. Seine Quote auf einen Finaleinzug (Quote 1,7) kann man hier definitiv anspielen.


Übersicht Wettempfehlung All-Star Weekend – Saturday

-Taco Bell Skills Challenge:

-no bet-

 

-MTN DEW 3-Point-Contest:

D.Bertans erreicht das Finale – Quote 2,25 (betano) (Stand: 11.02.20) Ι 3/10
D.Bertans Sieg – Quote 6,0 (betano) (Stand: 11.02.20) Ι 1/10

 

-AT&T Dunk Contest:

D.Jones Jr erreicht das Finale – Quote 1,7 (betano) (Stand: 11.02.20) Ι 3/10