Preview DTB German Pro Series 🇩🇪

Ab heute findet die Zwischenrunde der „Tannenhof Resort German Men’s Series“ an den Standorten in Neuss, Versmold, Oberhaching und Großhesselohe statt. Insgesamt duellieren sich an vier aufeinanderfolgenden Spieltagen 16 Spieler in vier Gruppen um den Einzug ins Halbfinale, welches vom 08. – 12. Juli in Meerbusch ausgetragen wird. Der Tennischannel überträgt alle Matches im Livestream.

14:00 Uhr | Julian Lenz 🇩🇪 (250.) – Kevin Krawietz 🇩🇪 (618.)

Auf den ersten Blick sollte Lenz natürlich der bessere Einzelspieler als Krawietz sein. In der ersten Runde startete er nach fast drei Monaten Pause sehr rostig und verlor das erste Match gegen Wehnelt. Der darauffolgende Sieg gegen Wiskandt gab das nötige Selbstvertrauen zurück und danach konnte er sogar als Außenseiter gegen Otte gewinnen und einen Satz gegen Struff holen. Krawietz ist hauptsächlich als Doppelspezialist auf der Tour unterwegs und konnte schon in der ersten Runde nicht den Höhenvorteil in Großhesselohe nutzen, der seinem Serve and Volley Spielstil entgegenkommt. Lenz spielte die erste Runde in Neuss und wird sich nun auf andere Gegebenheiten anpassen müssen. Ich sehe ihn als leichten Favoriten, die 1,51 Q ist aber gut verteilt und bietet kein Value.

14:00 Uhr | Oscar Otte 🇩🇪 (216.) – Nino Ehrenschneider 🇩🇪 (1868.)

Wie der junge Ehrenschneider es hier in die Zwischenrunde geschafft hat, weiß er sicherlich selbst kaum. Nach einer klaren Niederlage gegen Stebe, gab es einen Sieg über den angeschlagenen Jeremy Jahn und den grade erst comebackenden Marvin Möller. Normal sollte Ehrenschneider hier gegen den erfahrenen Otte keinen Stich machen. Otte zeigte sich in der ersten Runde ohne Gnade mit schwächeren Akteuren. Sein Sieg kombiniert mit unter 21,5 Spielen bietet 1xbet für eine 1,85 Q an.

14:00 Uhr | Cedrik-Marcel Stebe 🇩🇪 (133.) – Johannes Härteis 🇩🇪 (347.)

Hier sollte man sich nicht vom 1:1 im H2H und der Tatsache, dass Härteis sogar das direkte Duell auf Sand verloren hat leiten lassen. Anfang 2019 feierte Stebe nach langer Verletzungspause am Schlagarm sein Comeback, welches natürlich anfangs eher rumpelig verlief. Zur damaligen Zeit verlor er in drei Sätzen gegen Härteis, welchen er aber in diesem Jahr auf Indoor-Hardcourt mit 6:4, 6:1 verputzte und die Verhältnisse wieder graderückte. In der ersten Runde überzeugte er mich zwar noch nicht zu 100 %, aber er ist ein Spieler, der seinen Rhythmus finden muss und ich denke, das sollte er langsam tun. Von Härteis halte ich gegen qualitativ höherwertige Gegner echt wenig, da sein Spiel unter Druck schnell zu fehleranfällig wird und er ins Bashen verfällt. Lipp, Negritu, Fanselow und Torebko waren in der ersten Runde auch keine Gegner wie Stebe, der wenn er zu 100 % fit ist auf Sand locker ATP-Level besitzt. Die 1,37 Q auf Stebe sollte gutes Kombimaterial sein.

15:30 Uhr | Daniel Masur 🇩🇪 (252.) – Max Rehberg 🇩🇪 (-)

Masur gefiel mir hier in der ersten Runde wirklich gut. Die Niederlage gegen Hanfmann war erwartbar und jeden anderen Gegner beherrschte er mit seinem guten Spiel. Nun geht es gegen Rehberg, der DIE Überraschung der Vorrunde war. Der 16-jährige schlug Bachinger, Simon und Krawietz mit einem erfrischenden Spielstil und ohne Angst. Masur setze ich trotzdem noch einmal oberhalb dieser Gegner an und würde seine 1,34 Q für Kombis verwenden. Von einem 2:0 sehe ich ab, da Masur gerne mal langsam startet und ich Rehberg durchaus einen Satz zutraue, am Ende Masur jedoch für zu stark einschätze.

15:30 Uhr | Maximilian Marterer 🇩🇪 (369.) – Peter Torebko 🇩🇪 (335.)

Hier wundert mich etwas die “niedrige” Quote von Torebko. Grundsätzlich ist Marterer ein Spieler mit viel höherem Potenzial, der nach langer Verletzungspause leider aus den Top-50 des ATP-Rankings gefallen ist. Vor knapp zwei Jahren stand er jedoch noch im Achtelfinale der French Open und verlor dort gegen Nadal, nachdem er in den vorherigen Runden unter anderem Shapovalov ausgeschaltet hatte. Von solchen Sphären träumt Torebko natürlich. Der 32-jährige hat als Höchstplatzierung Rang 182 und sollte wenn alles normal verläuft diese auch nicht mehr verbessern können. Auf ITF-Ebene ist er ein solider Journeyman, dem es für weiter oben leider an Konstanz fehlt. Trotzdem war sein Sieg über Maden in der Vorrunde stark und sollte nicht unterschätzt werden. Im H2H steht es zwar 2:2, das letzte Duell ist jedoch fast fünf Jahre her und ist nicht aussagekräftig. Für eine 1,7 Q (Betano) würde ich auf jeden Fall einen Sieg von Marterer anspielen.

15:30 Uhr | Yannick Maden 🇩🇪 (216.) – Louis Wessels 🇩🇪 (425.)

Das inzwischen dritte Duell in diesem Jahr der beiden und die beiden vorherigen Male hatte ich bereits geahnt, dass Wessels Maden etwas ärgern oder sogar schlagen könnte. Auch heute ist Maden wieder der Favorit, aber die Bookies haben seine Quote bereits etwas höher als die letzten Male angesetzt (in Koblenz bekam er noch eine 9,05 Q !!!). Daher gibt es hier wenig abzugreifen, aber sagen wir so: Ein erneuter zumindest enger Satz oder Satzgewinn für Wessels würde mich nicht überraschen.