Von Samstag auf Sonntag steht in Hawaii das Highlight in der Triathlon-Langdistanz auf dem Programm. In Hawaii kämpfen die Athleten um den Triumph. Seit 1978 ist der Ironman an der Westküste der Insel das Highlight im Wettkampfkalender der Athleten.  Neben den physischen und mentalen Anforderungen zählt Kona mit seiner hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit zu den anspruchsvollsten Strecken. Jan Frodeno musste verletzungsbedingt absagen. Wir werfen einen Blick auf die Favoriten.

Patrick Lange – Der Vorjahressieger

Patrick Lange (Quote 3,74) gewann im vergangenen Jahr überraschend den Titel in Hawaii. Hierbei stellte er einen neuen Streckenrekord auf und lief auch den Marathon in unter 2:40 Stunden. Lange gilt nach der Absage von Frodeno als Favorit. Doch 2018 blieb er bisher häufig hinter den Erwartungen. Zu oft und zu deutlich wurde er geschlagen. Vor allem seine starke Präsenz beim Laufen konnte der Hesse nicht zeigen. Lange gilt es dennoch zu schlagen. Zumal er zuletzt mit den Bedingungen in Hawaii am besten zurecht kam.

Lionel Sanders – Der Individualist

Lionel Sanders (Quote 4) hatten im vergangenen Jahr nur wenige auf dem Zettel. Fast hätte es für ihn sogar zum Sieg gereicht. Erst wenige Kilometer vor der Ziellinie flog Patrick Lange vorbei. Sanders erzielte in diesem Jahr etliche starke Resultate. Beim Schwimmen konnte er sich verbessern und auf dem Rad zählt er ohnehin zu den Besten. Der Kanadier hat nochmals an seinem Training, Equipment und Ernährung gefeilt. Physisch dürfte er ohnehin der stärkste im Feld sein.

Sebastian Kienle will attackieren

Etwas enttäuscht wurde Sebastian Kienle (Quote 4) im vergangenen Jahr nur Vierter. Kienle zeichnet sich vor allem als konstanter Sportler aus. In Hawaii war seine schlechteste Platzierung der achte Rang. Kienle verzichtete auf die direkten Vergleiche mit Frodeno und Lange in diesem Jahr. Stattdessen duellierte er sich mit Lionel Sanders. Bei der Challenge Turku und Challenge Walchsee konnte er gewinnen. Für ihn gilt es vor allem seine Stärken auf dem Rad auszuspielen.

Krönt Javier Gomez in Hawaii seine Karriere?

Der Spanier Javier Gomez (Quote 4,5) ist das große Fragezeichen. Erstmals wagt er sich an die Langdistanz in Hawaii. Bei seinem Debüt blieb er direkt unter acht Stunden. Vor allem im Kurzdistanz-Bereich hat Gomez alles gewonnen. Auch auf der Mitteldistanz wurde er zweifacher Weltmeister. Vor allem beim Laufen hat er seine große Stärke. Für Hawaii gab er an, dass er den Streckenrekord von Lange brechen will.

Die Mitfavoriten in Hawaii

Neben den genannten hat auch der Schwede Patrick Nilsson (Quote 9) Möglichkeiten auf eine gute Platzierung. Trotz seiner erst 27 Jahren präsentierte sich Nilsson in starker Verfassung und hat kaum Schwächen. Ein Platz auf dem Podium ist durchaus im Rahmen der Möglichkeiten. Braden Currie gilt als der Geheimtipp. Im vergangenen Jahr hatte er Pech bei einem Platten beim Radfahren. Mit starken Ergebnissen in diesem Jahr sollte auch in Hawaii mit ihm zu rechnen sein.  Der ehemalige Radprofi Cameron Wurf (Quote 15) wird vermutlich als Erster die Radstrecke verlassen. Sollte sein Vorsprung groß genug sein, dann könnte auch Wurf eine Chance auf das Podium haben.

Unsere Prognose für den Ironman 2018

In Hawaii ist ein knapper Ausgang zu erwarten. Gleich vier Athleten werden von den Buchmachern große Chancen eingeräumt. Kona bringt unerwartete Wendungen mit sich, doch letztlich sollte entweder Patrick Lange, Lionel Sanders, Sebastian Kienle oder Javier Gomez das Rennen machen. Da Lange in dieser Saison nur bedingt überzeugen konnte, sehen wir die größten Chancen bei Lionel Sanders und Sebastian Kienle. Beide sind gute Radfahrer und werden als einer der ersten auf die Laufstrecke gehen. Hier werden dann Nuancen den Unterschied machen. Wir gehen davon aus, dass Kienle am Ende knapp die Nase vorne haben wird.