Europa League

Europa League

Die Europa League ist nach der Champions League der zweitwichtigste Wettbewerb im europäischen Fußballgeschäft. Die Anfänge der Europa League reichen bis in die 50er Jahre zurück. Der Wettbewerb wurde mehrfach modifiziert und vor allem versucht populärer zu gestalten.

Gründung des Messepokals

Die Geschichte der heutigen Europa League reicht bis ins Jahr 1955 zurück. Damals wurde der so genannte Messestädte-Pokal ins Leben gerufen.  Initiatoren waren die drei Funktionäre Ernst Thommen, Ottorino Barassi und Stanley Rous. Ziel war es die internationalen sportlichen Beziehungen zu verbessern und gleichzeitig Messestädten mehr Rampenlicht zu geben. Von der UEFA wurde der Wettbewerb allerdings nicht unterstützt. Dennoch nahmen hochkarätige Teams am Wettbewerb teil. So konnte sich der FC Barcelona aber auch das damals starke Leeds United in die Siegerliste eintragen. Der Wettbewerb wurde bis 1971 ausgetragen.

UEFA-Cup als eigener Wettbewerb

Ab 1971 übernahm die UEFA den Messepokal und strukturierte ihn neu. Von der Spielzeit 1971/72 hieß der Pokal fortan UEFA-Pokal. Der Wettbewerb wurde deutlich ausgeweitet und beschränkte sich nicht nur auf Messestädte. Sämtliche Klubs, welche die sportliche Qualifikation erlangt hatten, konnten am Turnier teilnehmen. Gerade für kleinere Klubs war der UEFA-Pokal eine Möglichkeit sich auch international zu zeigen. Da der Landesmeister Cup lediglich auf die nationalen Meister beschränkt war und der Pokalsieger Cup auf die Pokalsieger, gab es auch für die weiteren Teams die Chance sich auf internationalen Parkett zu beweisen. 1972 konnten die Tottenham Hotspurs den ersten Titel gewinnen. Mit Borussia Mönchengladbach gewann 1975 auch erstmals eine deutsche Mannschaft den Wettbewerb. Mönchengladbach konnte 1979 erneut triumphieren ehe ein Jahr später Eintracht Frankfurt den Titel holte. 1988 konnte mit Bayer Leverkusen erneut eine deutsche Mannschaft den Titel sichern.

Italienische Teams dominieren 90er Jahre – Teams aus dem Osten erfolgreich

Mit dem Sieg des SSC Neapel 1989 begann eine dominante Zeit der italienischen Teams im UEFA-Pokal. Bis 1999 gab es acht italienische Siege. Allein Inter Mailand konnte dreimal den Pott gewinnen. Doch mit Bayern München im Jahr 1995 und Schalke 04 1997 gewannen wiederrum zwei deutsche Teams den europäischen Pokal. Nach dem die UEFA entschied den Pokalsieger-Wettbewerb abzuschaffen, nahmen auch diese Vereine am UEFA-Cup teil, so dass das Teilnehmerfeld deutlich größer wurde. Mit Galatasaray Istanbul konnte im Jahr 2000 zum bisher einzigen Mal eine türkische Mannschaft gewinnen. Dem FC Sevilla gelang als erste Mannschaft nach Real Madrid in den Jahren 2006 und 2007 die Titelverteidigung. In diesen Jahren zeigten sich auch die osteuropäischen Teams stark. ZSKA Moskau 2005, Zenit Sankt Petersburg 2008 und Donetsk 2009 gewannen den Titel.

Neuausrichtung zur Europa League

Mit dem Ziel die Werbeeinnahmen zu steigern und den Wettbewerb weiter aufzuwerten wurde ab 2009/10 die Europa League eingeführt. Die Qualifikationsphase zur Europa League wurde deutlich erweitert und auch Teams, welche in der Qualifikation zur Champions League gescheitert waren konnten nun am Wettbewerb teilnehmen. Insgesamt 48 Teams nehmen seither nach der Qualifikation an der Gruppenphase teil. Somit wurde die KO-Phase, welcher den UEFA Cup bis 2004 prägte endgültig abgeschafft. Erst nach der Gruppenphase wird im Sechzehntelfinale wieder in Hin-und Rückspiel das Weiterkommen entschieden. Seit der Neuausrichtung des Wettbewerbes dominieren vor allem die spanischen Teams. Atletico Madrid und der FC Sevilla konnten jeweils dreimal gewinnen. Dem FC Sevilla gelang es auch als erstes Team dreimal hintereinander zu triumphieren. Seit 2014/15 erhält der Sieger einen Startplatz in der Champions League.

Einnahmen

Die Einnahmen der teilnehmenden Klubs der Europa League wurden in den vergangenen Jahren weiter erhöht. Insgesamt werden 239,8 Millionen Euro ausgeschüttet sowie weitere 160 Millionen Euro an TV-Geldern. Für die erste Qualifikationsrunde gibt es 215.000 Euro. Dieser Betrag erhöht sich bis zu den Play-Offs um jeweils 10.000 Euro. Für die Teilnahme an der Gruppenphase gibt es 2,6 Millionen Euro. Bei jedem Sieg 360.000 Euro. Ein Remis bringt 120.000 Euro. Der Gruppensieger erhält 600.000 Euro und der Zweitplatzierte 300.000 Euro. Ab dem Sechzehntelfinale (500.000 Euro) bis zum Viertelfinale steigert sich der Bonus jeweils um 250.000 Euro. Für den Einzug ins Halbfinale gibt es 1,6 Millionen. Der Sieger der Europa League erhält 6,5 Millionen Euro. Das unterlegene Team 3,5 Millionen. Insgesamt sind bis zu 15,71 Millionen Euro an Prämien möglich. Hinzu kommen die Einnahmen aus TV-Geldern.

Erfolgreichste Teams

  • FC Sevilla (5 Titel)
  • Inter Mailand (3 Titel)
  • Juventus Turin (3 Titel)
  • Atletico Madrid (3 Titel)
  • FC Liverpool  (3 Titel)

Rekordspieler

  • Giuseppe Bergomi (96 Spiele)
  • Frank Rost (87 Spiele)
  • Walter Zenga (69 Spiele)

Rekordtorjäger

  • Henrik Larsson (31 Tore)
  • Falcao/Jan-Klaas Hunterlaar (30 Tore)
  • Dieter Müller (29 Tore)