DEL Saisonvorschau – Die Titelkandidaten

DEL Saisonvorschau – Die Titelkandidaten

In unserer kostenlosen Eishockey Sportwettengruppe auf Facebook haben wir abstimmen lassen, auf welche Teams in der DEL Saisonvorschau definitiv eingegangen werden soll. Es folgt der ausführliche Teil eins, der sich um die Titelkandidaten und direkte Herausforderer dreht.

Ist Mannheim wieder der große Favorit?

Die DEL Saison 2019/2020 startet am kommenden Freitag, den 13. September 2019.

Nachdem Mannheim in der vergangenen Saison dominiert hat, gehen sie auch jetzt wieder als Favorit in die Saison. Nachdem der Kader nochmal sehr ordentlich verstärkt wurde und kein unfreiwilliger Abgang zu verzeichnen war, dürften die Adler noch stärker einzuschätzen sein als in der vorherigen Saison. Mit Gustafsson steht jetzt auch ein weiterer Torhüter im Kader, der neben Dennis Endras auch erster Torhüter sein könnte. Die Abgänge von Adam und Kolarik, die immerhin für 45 Tore standen, dürften recht einfach durch Järvinen und dem Kroaten Rendulic ersetzt werden.

Ob auch die deutschen Youngster Lean Bergmann (Angriff) und Moritz Seider (Verteidigung) für Mannheim spielen werden, ist noch offen. Aktuell befinden sie sich bei ihren amerikanischen Teams in der Vorbereitung. Für die ersten Ligaspiele sind die Mannheimer aber auch ohne sie gewappnet: In der CHL mussten sie schon ran und da konnten sie gleich mal den Einzug in die nächste Runde feiern. Trotzdem ist der Saisonstart nicht ganz einfach. Nach einem Auswärtsspiel in Nürnberg geht es mit den Kölner Haien und Vizemeister München schwierig weiter. Meiner Ansicht nach ist Mannheim wieder der größte Titelfavorit für die kommende Saison (Quote 4,0).

München – Können sie die Adler vom Thron stürzen?

Ärgster Konkurrent wird sicherlich wieder der EHC aus München mit seinem bekannten Namenssponsor Red Bull sein. Mit Kapitän Michi Wolf, Stajan und Mitchell mussten sie vor der Saison allerdings bereits einige Abgänge verkraften. Auch weitere Spieler wurden freiwillig abgegeben. Neu hinzu kamen dann aber auch einige Hochkaräter: Philip Gogulla aus Düsseldorf dürfte eine enorme Verstärkung darstellen, ebenso wie die erfahrenen Roy und Bourque. Die haben bereits in der CHL ihr Können für München gezeigt. Denn auch in der Champions League des Eishockeys war München schon ziemlich erfolgreich unterwegs (unter anderem gegen Ambri-Piotta). Der Einzug in die nächste Runde sollte geschafft werden.

Auf den beiden Torhüterpositionen kann München die Tiefe der Mannheimer aber nicht erwidern. Neben dem starken aus den Birken (allerdings auch schon 34 Jahre) steht mit Kevin Reich ein jüngerer Goalie bereit. Ihm gehört zwar die Zukunft, an die aktuelle Klasse von Gustafsson dürfte er aber nicht herankommen. Ein paar kleinere Experimente wagt man auch in der Verteidigung. München ist ohne Frage auch ein Titelfavorit, dürfte aber nicht ganz an die Qualität von Mannheim herankommen.

Die Kölner als erste Herausforderer

Als Herausforderer sollten zunächst die Kölner Haie genannt werden. Nachdem es in der vergangenen Saison bereits für das Halbfinale reichte (Niederlage dann gegen Mannheim), könnte der Finaleinzug jetzt der nächste Schritt in der Entwicklung der Rheinländer sein. So offensiv wollen es die Vereinsverantwortlichen jedoch nicht angehen. Als beste Verpflichtung dürfte sich bei den Haien der Trainer herausstellen. Mit Mike Stewart, der in Augsburg sensationelle Erfolge feiern konnte, steht ein neuer Trainer bereit. Wer möchte kann Parallelen ziehen zu Pavel Gross, der vergangene Saison zu Mannheim wechselte.

In der Abwehr könnte einiges von Jakub Kindl abhängen. Der NHL-erfahrene Verteidiger hatte zuletzt aber häufig mit Verletzungen zu kämpfen. Gleiches gilt für drei Angreifer der Kölner, die vergangene Saison lange (oder sogar die ganze Saison) ausgefallen sind. Hier wird maßgeblich sein, wie schnell sie sich wieder einfinden. Als sehr guter Griff wird sich dann meines Erachtens noch die Verpflichtung von Jonathan Matsumoto erweisen (letztjähriger Topscorer der Hauptrunde).

Kommen die Eisbären Berlin wieder zurück?

Von den Quoten her zählen die Eisbären Berlin ebenso zu den Herausforderern, sogar noch vor dem Kölnern (Quote 7,0). Ich kann mir aber grundsätzlich nicht vorstellen, dass das gelingen mag. Nach der katastrophalen Hauptrunde in der vergangenen Saison konnten sich die Eisbären auch dank Trainerwechsel noch ins Viertelfinale retten, wo dann gegen München Schluss war. In die neue Saison gehen sie mit zwei sehr jungen Torhütern und dem ehemaligen Iserlohner Sebastian Dahm. Die Jungen sollen ihre Chancen bekommen. Durchaus nicht ohne Risiko.

In der Abwehr haben sie sich nochmals ganz gut verstärkt und mit Lapierre einen Center verpflichtet, der auch verteidigen soll. Bei ihm habe ich jedoch erstmal meine Zweifel, da er als Raubein bekannt ist. Möglich, dass es hier mindestens am Anfang der Saison viele Strafen setzt. Ein guter Griff war jedoch definitiv der Transfer von Leo Pföderl aus Nürnberg. Aufgrund der vielen jungen Spieler müsste allerdings schon sehr viel passen, um überhaupt ins Finale einzuziehen. Das dürfte wohl schwierig werden, wenn es spätestens im Halbfinale gegen Mannheim, München oder Köln gehen sollte.

In den nächsten Tagen erfolgt der zweite Teil der Saisonvorschau, in dem es dann um (weitere) mögliche Playoff-Teilnehmer gehen wird. Ebenso beleuchten wir auch noch die anderen Teams.