DEL Saisonvorschau

In einer weiteren DEL Saisonvorschau wollen wir euch die weiteren Teams vorstellen. Wer überrascht und kann in die Play-Offs einziehen?

Einen Blick auf die Titelkandidaten gibt es in unserer DEL Saisonvorschau hier.

Iserlohn Roosters Vorschau

Bei den Iserlohn Roosters gab es in der Sommerpause einen großen Umbruch. Es kamen ein neues Trainerteam und sportlicher Leiter. Zudem kamen 14 neue Spieler zu den Roostes. In Iserlohn hofft man somit nach der enttäuschenden Saison auf eine deutliche Besserung. Dabei gilt es vor allem den Fokus auf die Defensive zu legen, denn die Roosters waren mit 189 Gegentoren die Schießbude der Liga. Im Tor hat Iserlohn mit Andreas Jenike von den Ice Tigers Nürnberg und dem Kanadier Anthony Peters nachgebessert. Im Abwehrbereich setzten die Verantwortlichen auf deutlich robustere Spiele und holten Jens Baxmann. Der bringt einiges an Erfahrung mit sich. Bett Findlay und Alex Petan haben ihre Künste gemeinsam in Bozen gezeigt. Auf ihnen liegen die Hoffnungen. Schwer wiegt der Abgang von Topscorer Jonathan Matsumoto.

Fazit: Auf dem Papier sieht die Defensive bei den Roosters stärker aus. Im Sturm verließen die besten sechs Scorer den Verein. Insbesondere Jonathan Matsumoto wird es schwer zu ersetzen. Für die Roosters wird es nicht um die Play-Offs gehen.

Krefeld Pinguine Vorschau

In Krefeld hoffen die Pinguine auf die Teilnahme an den Play-Offs. Dabei setzen die Pinguine im Tor auf jede Menge Erfahrung. Dimitri Pätzold ist 36 Jahre alt. Mit Jussi Rynnäs kam ein 32-jähriger Torhüter aus Finnland. Mit seinen  196cm Körperlänge hat eine mehr als respektable Körpergröße.  Im Testspiel gegen Köln zeigte er bereits sein Können auf. Die Abwehr soll Mark Cundari verstärken. In der Offensive hat sich einiges getan. Kai Hospelt, Jeremy Walsh und Laurin Braun  haben DEL-Erfahrung. Hoffnung ruht auf Justin Hodgman, Grant Besse und Jacob Lagace. Die Abgänge sollen Jacob Berglund ersetzen. In zog es nach 32-Treffern in die KHL nach Riga.

Fazit: Ob es für die Play-Offs reichen wird, ist fraglich. Sicherlich sind die Krefelder im Tor gut aufgestellt. In der Abwehr kamen Spieler mit Erfahrung. Allein hinter den Verpflichtungen im Sturm stehen Fragezeichen. Bereits in der vergangenen Saison war die Offensive das große Manko. Deshalb sollte es für Krefeld schwierig werden unter die Top acht zu kommen.

Schwenningen Wild Wings Vorschau

Nahezu alles neu ist bei den Schwenninger Wild Wings. 15 Spieler gingen und 16 neue kamen hinzu. Die Fans müssen sich also auf eine neue Mannschaft gefasst machen. Nach der verkorksten Saison aber ein Fingerzeig. Wichtig ist die Vertragsverlängerung von Torhüter Dustin Strahlmeier. Er war in der vergangenen Saison der Grund, weshalb die Wild Wings nicht noch mehr Gegentreffer erhalten haben. Christof Fischer, Dylan Yeo und Mark Fraser sollen in der Defensive für mehr Stabilität sorgen. Mit nur 111 Treffern waren die Wild Wings das Abschlussschwächste Team. Jamie MacQueen von den Eisbären Berlin gilt als Königstransfer und soll dies ändern. Im attestieren soll Pat Cannone aus Ingolstadt.

Fazit: Der Kader der Wild Wings ist deutlich tiefer besetzt als im vergangenen Jahr. Einige Neuzugänge bringen Erfahrung und Qualität mit sich. Es wird von Bedeutung sein, wie schnell sich das Team einspielen kann. Dennoch wäre eine Teilnahme an den Play-Offs eine Überraschung.

Straubing Tigers Vorschau

Mit Rang acht konnten die Straubing Tigers in der vergangenen Saison sehr zufrieden sein. Die Verantwortlichen sind sich sicher, dass nun der nächste Schritt gemacht werden kann. Deshalb vertraut Straubing weitgehend dem Kader der vergangenen Saison. Sämtliche Führungsspieler konnten in Straubing gehalten werden. Das Tor soll weiter Jeff Zatkoff sauber halten. In der Abwehr verzichten die Tigers auf die dritte Kontingentstelle und haben Benedikt Kohl aus Ingolstadt verpflichtet. Er war länger verletzt und will nun wieder voll angreifen. Im Angriff sind die Tigers mit Jeremy Williams, Mike Connolly, Stefan Loibl und Antoine Laganiere bestens besetzt. Chase Balisy aus der AHL und Travis Turnbull aus Iserlohn sind neu im Team.

Fazit: Straubing ist unserer Meinung ein ganz heißer Kandidat auf die Play-Offs. Nur wenig hat sich in Straubing verändert. Können sie Spieler die Leistung aus dem vergangenen Jahr erneut erzielen, dann steht der Play-Off-Teilnahme nichts im Weg.

Bremerhaven Pinguins Vorschau

Im hohen Norden arbeitet man beständig. Zum dritten Mal in Serie zogen die Fishtown Pinguins in die Play-Offs ein. Thomas Pöpperle bleibt weiterhin im Tor. Hinter ihm steht der 22-jährige Neuzugang Patrick Cerveny. In der Abwehr konnten die Leistungsträger Moore, Fortunus, Weber und Alber gehalten werden. Jensen und Lavallee zog es weg. Allerdings gelten Stefan Espeland und Stanislav Dietz als Verstärkungen. Curtis Gedig war lange Zeit verletzt und steht nun wieder zur Verfügung. 169 Treffer waren in der vergangenen Saison ein Wort. Fünf der besten sechs Scorer bleiben Bremerhaven erhalten. Lediglich Chad Nehring wechselte nach Düsseldorf. Ross Mauermann kehrt nach Verletzungspause wieder zurück. Für den jungen Fedor Kolupayalo gilt es nun den nächsten Schritt zu machen.

Fazit: In Bremerhaven lebt man Eishockey. Bereits 3.000 Dauerkarten wurden verkauft. Auf den ersten Blick gab es zwar etliche Abgänge, doch die Leistungsträger blieben weitgehend erhalten. Bremerhaven kann auch in dieser Saison den Sprung in die Play-Offs schaffen.

ERC Ingolstadt Vorschau

Ingolstadt spielte eine gute vergangene Saison und schied im Viertelfinale der Play-Offs aus. Ärgerlich, denn der ERC führte die Serie bereits mit 3:1 gegen Köln an. Ein großes Fragezeichen steht vor dieser Saison hinter dem Abgang von Thomas Greilinger. Sicherlich hatte Greilinger nicht mehr die dominante Wirkung auf dem Eis aber allein seine Präsenz war wichtig. Thomas Pielmeier hatte im Tor sein statistisch schlechtestes Jahr. Dagegen konnte Jochen Reimer fünf Shutouts feiern. In der Abwehr gibt es um den starken Maury Edwards keine Veränderungen. Lediglich Benedikt Kohl ging. Kris Foucault und Colin Smith hatten bei ihren Vereinen zuletzt eine schwierige Saison. Dennoch hofft der ERC, dass beide im Sturm den Abgang von Thomas Greilinger auffangen können. Schnell helfen sollte dabei Mirko Höfflin, der in Schwenningen zu den besten zählte. Mit Wayne Simpson konnte ein absolute Leistungsträger aus der AHL verpflichtet werden. In den vergangenen Jahren lieferte er immer über 40 Punkte. Mit Hans Detsch und Matt Bailey kamen weitere robuste Stürmertypen. Jerry d` Amigo konnte gehalten werden, obwohl er bei der Konkurrenz sehr gefragt war.

Fazit: Ingolstadt verfügt über ein Team mit jeder Menge Erfahrung. Das kann von Vorteil aber auch Nachteil sein. Vor allem die Abwehr ist in die Jahre gekommen und nicht mehr die schnellste. Im Sturm fehlt es an einem echten Torjäger. Allerdings hat der ERC eine sehr ausgeglichene Mannschaft und ist daher schwer ausrechenbar. Für die Play-Offs sollte es reichen.

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