Bundesliga-Sponsoren im Check: Wie sind die Bundesligisten aufgestellt?


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Die Bundesliga hungert und dürstet nach Geld, da kommen zahlungskräftige Sponsoren gerade recht. Wie sonst sollten sich die Clubs ihre teuren Transfers und gutbezahlten Superstars leisten? Der FC Bayern München ist nicht nur deutscher Fußballmeister, sondern auch Meister des Sponsorings, denn er nimmt allein rund 35 Millionen Euro im Jahr von der Telekom ein. Qatar Airways als Sponsor hat zudem die Trikot-Ärmel für 10 Millionen gebucht, außerdem sind bei den Lederhosen noch Apple Music, Gigaset und Ursapharm mit an Bord: Da ergeben sich gehörige Summen.

Schalke 04 steht an zweiter Stelle der Sponsoring-Hitliste

FC Schalke 04 steht fest mit Gazprom im Bunde, und das noch bis ins Jahr 2022 hinein. Ob der Vertrag darüber hinaus verlängert wird, steht jetzt noch nicht fest. Klar ist nur, dass 20 bis 24 Millionen Euro pro Jahr aus Russland rüberwachsen, um den deutschen Verein ordentlich finanziell aufzupolstern. Die jahrelange erfolgreiche Partnerschaft mit Veltins bleibt weiter bestehen, schließlich haben Bier und Fußball schon immer eine gute Verbindung gepflegt. Die Gelsenkirchener Veltins Arena wird nicht so bald ihren Namen wechseln, das erleichtert den Fans die Orientierung und dem Club das finanzielle Leben.

Werder Bremen gibt sich einigermaßen genügsam

Werder Bremen hat es sich mit den 6,5 bis 8 Millionen Euro von Wiesenhof gemütlich gemacht – das gilt natürlich pro Jahr und läuft bis 2022. Dieses Jahr wurde der Vertrag noch verlängert, ursprünglich war 2020 der Endpunkt. Doch die Hähnchen sind einfach zu verlockend – und die Kohle möchte natürlich auch auf das Vereinskonto wandern. Ein weiterer Sponsor von Werder Bremen ist das Sportwetten-Website Betway. Der Anbieter ist auch beim Erstligisten Fortuna Düsseldorf aktiv, weil es sich zweigleisig einfach besser fährt. Sportwetten passen schließlich auch ziemlich gut zum Fußball, ein Stückchen besser sogar noch als triefend fettiges Hähnchen, russisches Gas oder die Telefoniererei.

Der VfL Wolfsburg bleibt Volkswagen wohl ewig treu

Der VfL Wolfsburg behält natürlich seinen unbefristeten Vertrag mit Volkswagen, wie könnte es auch anders sein? Aktuell sind es geschätzte 20 Millionen Euro, die daraus im Jahr hervorsprudeln. Lokalpatriotismus lässt sich kaum besser leben als auf diese Art, oder? Wahrscheinlich wird das Stadium von vlf Wolfsburg, Volkswagen Arena, für alle Zeiten auch die Volkswagen Arena bleiben, wenn Veltins längst von Schalke zu jemand anderes übergelaufen ist. Als Nebensponsoren treten zum Beispiel Nike und Linglong Tire auf, zu den Premium Partnern gehören Coca-Cola und MAN. Damit dürften die Wolfsburger in nächster Zeit nicht darben.

Borussia Dortmund hat vorerst gut ausgesorgt

Borussia Dortmund hat sich mit dem Essener Konzern Evonik zusammengetan, das Ruhrgebiet hält also mal wieder fest zusammen. 20 Millionen Euro werden bis 2025 jährlich an den Verein fließen, dafür, dass die Sportler den Markennamen in alle Welt hinaustragen. Neben dem Hauptsponsor haben sich sogenannte Champion Partner wie Opel, Brinkhoff’s und die Signal Iduna etabliert. Auf dem Trockenen werden die Dortmunder damit gewiss nicht sitzen, zumindest nicht in naher Zukunft. Ganz nebenbei gibt es noch einige weitere Sponsoren, teilweise mit Weltrang, wie zum Beispiel Coca-Cola.

Der FC Freiburg liebt heimische Produkte und Pyramidenwirtschaft

Das Unternehmen Schwarzwaldmilch setzt voll und ganz auf den FC Freiburg, hier haben wir also wieder ein nettes lokales Bündnis vor uns. Bis 2021 werden weiterhin jährlich 3 Millionen Euro an den Verein fließen, gewonnen aus leckerer, heimischer Milch – hoffentlich von Bio-Kühen. Doch das ist nur die „Spitze der Pyramide“, so formuliert es der Club selbst auf seiner Homepage. Es gibt noch 6 Premium-Sponsoren, 29 Classicsponsoren und 119 Basicsponsoren: Da kommt doch einiges zusammen! Im Stadion selbst haben weitere Werbetreibende das Zepter übernommen, aber all das wird bei den anderen Vereinen garantiert auch der Fall sein – so oder so ähnlich.


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Der RB Leipzig speist sich international und regional

Dass der RB Leipzig und Red Bull gut zusammen funktionieren, zeigt sich bereits seit dem Jahr 2009. Die Red Bull GmbH hat die Leipziger überhaupt erst aus der Taufe gehoben und nach vorn gebracht, darum wundert es kaum, dass der Getränkeproduzent geschätzte 9 Millionen Euro im Jahr für sein Fußballprojekt übrighat. Das dazugehörige Stadion nennt sich entsprechend bereits seit 9 Jahren Red Bull Arena. Neben den internationalen Partnern existieren auch großzügige regionale Geldgeber wie die Sparkasse Leipzig und der Leipzig-Halle-Airport.