Japan WM-Vorschau

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  • Trainer: Akira Nishino (Japan)
  • Größte Erfolge: Vierfacher Asienmeister (1992, 2000, 2004, 2011)
  • WM-Teilnahmen: 6 (1998, 2002, 2006, 2010, 2014, 2018)

Die Japaner nehmen bereits zum sechsten Mal in Serie an einer WM-Endrunde teil. Zweimal reichte es für Japan bis ins Achtelfinale. Zuletzt standen die Asiaten 2010 bei der Weltmeisterschaft in Südafrika in der Runde der letzten 16 Teams. Seitdem stottert die Entwicklung des japanischen Fußballs. 2014 schloss man die Gruppenphase als Letzter ab und auch bei den Asienmeisterschaften gab es seit 2011 keinen Titel mehr. Zwar konnten sich die „Blauen Samurai“ bereits ein Spieltag vor Schluss für die Endrunde qualifizieren, dennoch konnte man sich nicht mit Ruhm bekleckern und gewann vier von zehn Partien nicht. Deshalb wird das Team von Trainer Akira Nishino nicht umsonst als schwächstes Team der Gruppe gesehen.

Der Kader von Japan bei der Weltmeisterschaft 2018

Kurioserweise gab es im April einen Trainerwechsel bei den Japanern. Vahid Halilhodžić musste gehen und wurde von Akira Nishino beerbt. Halilhodžić führte bereits die Elfenbeinküste und Algerien zur WM. Über seine Entlassung gibt es weiterhin nur Spekulationen und kam für viele überraschend.

Im Tor der Japaner wird Eiji Kawashima (FC Metz) stehen. Kawashima stand bereits 2014 zwischen den Pfosten. Maya Yoshida (FC Southampton) und Masato Morishige (FC Tokyo) werden die Innenverteidigung bilden. Mit Yuto Nagatomo (Inter Mailand) und Hiroki Sakai  (Olympique Marseille) stehen auch die Außenverteidiger bereits fest. Alle vier haben nahezu alle Spiele der Qualifikation bestritten. Im Mittelfeld hingegen sind noch viele Positionen offen. Lediglich Shinji Kagawa von Borussia Dortmund ist gesetzt. Sollte Makoto Hasebe (Eintracht Frankfurt) rechtzeitig fit werden, dann sollte auch er einen Stammplatz haben. Unter Halilhodžić agierte Japan wechselweise mit zwei defensiven Mittelfeldspielern oder nur einem. Es bleibt abzuwarten, wie Nishino sich entscheiden wird. Ebenso bleibt abzuwarten, ob Routinier Keisuke Honda ins Team rücken wird. Honda spielt mittlerweile in Mexiko. Wird vorne weiterhin mit drei Spielern agiert, dann haben Yuya Osake vom 1. FC Köln, Genki Haraguchi (Hertha BSC) und Yuya Kubo (KAA Gent) die besten Chancen auf einen Platz in der ersten Elf. Aber auch der aus der Bundesliga bekannte Shinji Okazaki (Leicester City) oder  Yoshinori Muto (Mainz 05) können sich Chancen ausrechnen.

Japans WM-Kader 2018:

TOR: Eiji Kawashima (FC Metz), Masaaki Higashiguchi (Gamba Osaka), Kosuke Nakamura (Kashiwa Reysol)

VERTEIDIGUNG: Yuto Nagatomo (Galatasaray Istanbul), Tomoaki Makino (Urawa Red Diamonds), Wataru Endo (Urawa Red Diamonds), Maya Yoshida (FC Southampton), Hiroki Sakai (Olympique Marseille), Gotoku Sakai (Hamburger SV), Gen Shoji (Kashima Antlers), Naomichi Ueda (Kashima Antlers)

MITTELFELD: Makoto Hasebe (Eintracht Frankfurt), Keisuke Honda (CF Pachuca), Takashi Inui (SD Eibar), Shinji Kagawa (Borussia Dortmund), Hotaru Yamaguchi (Cerezo Osaka), Genki Haraguchi, (Fortuna Düsseldorf), Takashi Usami (Fortuna Düsseldorf), Gaku Shibasaki (FC Getafe), Ryota Oshima (Kawasaki Frontale)

ANGRIFF: Shinji Okazaki (Leicester City), Yuya Osako (1. FC Köln), Yoshinori Muto (FSV Mainz 05)

Letzte Ergebnisse:

Japan – China 2:1 (Dezember 2017)
Japan – Südkorea 1:4 (Dezmber 2017)
Mali – Japan 1:1 (März 2018)
Japan – Ukraine 1:2 (März 2018)

Prognose für Japan bei der WM:

Müssen die Japaner keine Ausfälle verkraften, dann können sie in der ausgeglichenen Gruppe durchaus um den Einzug in das Achtelfinale mitspielen. Die Stärke der Japaner ist der unbändige Wille. Allerdings wird sich zeigen müssen, wie sich der Trainerwechsel auf das Team auswirkt. Ebenso könnten die körperlichen Defizite zum Tragen. Wir rechnen nicht mit einem Einzug der „Blauen Samurai“ in die nächste Runde.